Nach der Kritik von Uli Hoeneß rät Ex-Nationalspieler Michael Ballack Bundestrainer Julian Nagelsmann zu einem guten Draht zum FC Bayern.
"Es ist generell auch politisch gut, wenn du als Nationaltrainer mit den Bayern gut kannst und dir dort auch eine Meinung holst und Interesse bekundest. Ich glaube, das war Uli wichtig, dieses Signal zu setzen", sagte Ballack vor dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen dem FC Bayern und PSG (1:1) bei "DAZN".
Hoeneß hatte Nagelsmann zuvor in einem Interview mit dem Streamingdienst kritisiert. "Die deutsche Mannschaft hat noch nie zweimal hintereinander mit derselben Elf gespielt – das werfe ich Julian auch vor, das habe ich ihm persönlich schon gesagt", monierte der Ehrenpräsident des FC Bayern rund einen Monat vor dem WM-Start.
Dabei könne die DFB-Auswahl bei der Fußball-Weltmeisterschaft nur "über das Teamgefüge" für Furore sorgen, da man aktuell schlicht "keine wirkliche Weltklasse-Mannschaft" sei, argumentierte der 74-Jährige.
Nach dem Austausch sei Nagelsmann "leicht beleidigt" gewesen, so Hoeneß. Dabei habe er dem Bundestrainer "überhaupt nichts Böses" gewollt, stellte der Weltmeister von 1974 klar.
Distanz nach Rausschmiss beim FC Bayern?
"Vielleicht ist da ein bisschen Distanz entstanden, auch resultierend aus dem Rausschmiss damals beim FC Bayern", kommentierte Ballack den Dissens zwischen Hoeneß und Nagelsmann. Letztgenannter hatte im März 2023 nach nicht einmal zwei vollen Saisons seinen Hut an der Säbener Straße nehmen müssen. Im Herbst 2023 heuerte Nagelsmann als Bundestrainer beim DFB an.
Er wolle es allerdings "nicht überbewerten. Das ist ein normaler Prozess. Wir sind nicht in der Verfassung, in der wir sein wollen, und deswegen ist das ganz normale Kritik", meinte Ballack.
Die deutsche Nationalmannschaft startet am 14. Juni in Houston gegen Curaçao in die WM.











