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Torjäger

#SpielerPosSpTore11mTorschüsseQuoteMin/Tor
1SchweizJohan ManzambiMF43060,565,67
2SchweizBreel EmboloST621110,18252,5
SchweizDan NdoyeST620160,13205,5
SchweizRubén VargasST62070,29141
5SchweizGranit XhakaMF61190,11600
  • Pos = Position

Vereinsdaten

vollständiger Name Schweizerischer Fußballverband
Stadt Bern
Spitzname Nati
Mitglieder 208.000
Farben rot-weiß
Gegründet 07.04.1895

Geschichte

Weltspitze vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

  • Die größte Zeit des Schweizer Fußballs war in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Bei den ersten vier WM-Teilnahmen von 1934 an schafften es die Eidgenossen dreimal ins Viertelfinale – so weit wie seitdem nie mehr. Höhepunkt war die WM 1954 im eigenen Land, als die Mannschaft zunächst in der Gruppenphase Italien ausschaltete und dann in der „Hitzeschlacht von Lausanne“ mit 5:7 gegen Österreich verlor und ausschied – bis heute das torreichste WM-Spiel.

  • Zwischen den WM-Turnieren 1966 und 2006 reichtes es nur ein einziges Mal zur Teilnahme (1994 in den USA), seit 2006 aber ist die Schweiz bei allen WM-Turnieren dabei gewesen. Bei Europameisterschaften musste die Schweiz bis 1996 auf die erste Teilnahme warten, war von dann an aber bei sechs der acht Turniere mit dabei (davon 2008 als Co-Gastgeber). Wie bei WMs war auch bei den EMs das Viertelfinale das beste Abschneiden (bei den letzten beiden Teilnahmen 2021 und 2024).
  • Speziell seit den 2000er Jahren gingen die Schweizer in diverse WM- und EM-Endrunden als eine Art Geheimfavorit – nicht unbedingt auf den Titel, aber auf ein gutes Abschneiden. Nie konnte dieser Status jedoch eingelöst werden. Exemplarisch war die WM 2006, als die „Nati“ in der Vorrunde unbesiegt und vor Frankreich blieb, dann aber im ersten K.o.-Spiel der Ukraine im Elfmeterschießen unterlag. Die Eidgenossen schafften dabei das Kunststück, ohne ein einziges Gegentor in vier Partien (Elfmeterschießen wird hier nicht gewertet) aus dem Turnier auszuscheiden.

Rivalitäten

  • Zu den größten Rivalen der Schweiz zählen die Nachbarländer Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich, allerdings sind die Partien in der Regel respektvoll und deutlich weniger emotional aufgeladen, als sie beispielsweise zwischen Deutschland und Teams wie den Niederlanden oder England sind. 

  • Mit der Türkei lieferten sich die Schweizer 2005 in den Playoffs der Qualifikation zur WM 2006 ein Duell, das nicht nur sportlich spannend war – die Nati setzte sich wegen der Auswärtstorregel (2:0 H 2:4 A) durch – sondern auch von schweren Ausschreitungen geprägt war. In der Schweiz hatte es bereits Provokationen gegenüber den Gästen gegeben und im Rückspiel eskalierte die Situation – vor, während und nach der Partie – und entlud sich bis hin zu Körperverletzungen, begangen vorwiegend von Spielern und Funktionären der Türken.

  • Weil Stars wie Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka kosovo-albanische Wurzeln haben, gerieten Spiele gegen Serbien zu einem kleinen Politikum – u.a. feierten die beiden Nati-Spieler Tore mit einer Doppeladler-Geste, die für das Wappen Albaniens steht.

Legenden

  • Stéphane Chapuisat und Alex Frei nehmen im Schweizer Fußball, der bislang wenige ausgemachte Torjäger hervorbrachte, eine Ausnahmestellung ein. Beide hatten eine erfolgreiche Zeit bei Borussia Dortmund, Chapuisat wurde einer der erfolgreichsten ausländischen Bundesliga-Torjäger (106 Treffer), Champions-League-Sieger 1997 und zweimal Deutscher Meister. Der zehn Jahre jüngere Frei ist Rekordtorjäger der „Nati“.

  • Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka prägten ab 2010 eine „goldene Generation“ im Schweizer Fußball, zu der auch Torhüter Yann Sommer und Außenverteidiger Ricardo Rodriguez gehören. Die drei Feldspieler bilden die Top 3 der Rekordspieler der Nati und Sommer zählte einige Jahre zu den besten Torhütern der Welt.

Sonstiges

  • Die Schweiz hält seit 2010 einen historischen Rekord bei WM-Endrunden: 559 Minuten – also über neun Stunden – ohne Gegentor. Die Serie begann beim Achtelfinal-Aus bei der WM 1994 und endete im 2. Gruppenspiel der WM 2010. Dazwischen hatten die Eidgenossen die WM 2006 gespielt, bei der sie ohne Gegentor geblieben waren (siehe oben).

Rekorde

Meiste Länderspiele

Granit Xhaka

 152 Einsätze (Stand 13.07.2026)
Meiste LänderspieltoreAlex Frei 42 Tore (Stand 13.07.2026)
Rekordtrainer nach AmtszeitKarl Rappan Vier Amtszeiten – beginnend erstmals 1937 und endend letztmals 1963 – über insgesamt 4754 Tage