Damit hatte beim FC Schalke 04 eigentlich kaum jemand gerechnet: Vereinslegende Mike Büskens wird bei der Mitgliederversammlung am 18. Juli dieses Jahres nun doch nicht für den Aufsichtsrat kandidieren. Der Traum des Eurofighters und 2022er-Aufstiegstrainers von einer Rückkehr in offizieller Funktion zum Herzensverein ist damit vorerst geplatzt.
Noch vor wenigen Monaten galt Büskens als aussichtsreicher Kandidat für das Kontrollgremium der Königsblauen. Nun teilte der FC Schalke jedoch offiziell mit, dass der 58-Jährige nicht auf dem Wahlzettel stehen wird. Warum Büskens jetzt doch nicht zur Wahl stehen wird, blieb zunächst noch offen, der Klub nannte keine Gründe. Damit ist unklar, ob Büskens seine Kandidatur selbst zurückzog oder ob der Wahlausschuss ihn nicht zugelassen hat.
Gerade deshalb sorgt die Entscheidung intern wie extern für Diskussionen. Schließlich hatte Büskens bereits Ende 2025 öffentlich erklärt, dass er sich eine Funktion im Verein gut vorstellen könne.
"Es kann auch in einer etwas passiveren Rolle sein, in einem Gremium, so wie es vor mir auch schon Olaf Thon, Huub Stevens oder Youri Mulder gemacht haben, wo man die Weichen langfristig für einen Klub stellen kann", meinte Büskens damals.
Büskens-Rückzug sorgt für Verwunderung bei den S04-Fans
Sein Wunsch nach einer Rückkehr mit Verantwortung hätte vielen Fans gefallen. Auch, weil sportliche Kompetenz im aktuellen Aufsichtsrat nur begrenzt vertreten ist. Aktuell verfügt mit Steffi Jones lediglich ein Mitglied des elfköpfigen Gremiums über größere Erfahrung als Profi-Fußballerin und spätere Bundestrainerin.

Statt Büskens stehen nun andere Kandidaten zur Wahl. Neben dem aktuellen Vorsitzenden Axel Hefer und Holger Brauner bewerben sich auch der Politiker Michael Esken sowie Rechtsanwalt Malte Stuckmann um die freien Plätze im Kontrollgremium.
Dass ausgerechnet Büskens außen vor bleibt, sorgt bei vielen Anhängern für Verwunderung. Der frühere Publikumsliebling hatte Schalke 2022 zurück in die Bundesliga geführt und gilt bis heute als Identifikationsfigur des Vereins.
Der Ur-Schalker war mehrere Mal als Interimstrainer bei den Königsblauen eingesprungen und arbeitete ansonsten jahrelang als Co-Trainer in verschiedenen S04-Mannschaften von den Profis bis zur U16.




























