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Torjäger

#SpielerPosSpTore11mTorschüsseQuoteMin/Tor
1ÖsterreichMarko ArnautovićST42130,6771,5
2ÖsterreichSaša KalajdžićST31030,3376
ÖsterreichMarcel SabitzerMF41050,2360
ÖsterreichRomano SchmidMF41020,5267
  • Pos = Position

Vereinsdaten

vollständiger Name Österreichischer Fußball-Bund
Stadt Wien
Mitglieder 600.000
Farben rot-weiß
Gegründet 18.03.1904
Stadion Ernst-Happel-Stadion
48.500 Plätze

Geschichte

Weltspitze vor und nach dem Zweiten Weltkrieg

  • Die größte Zeit des österreichischen Fußballs war in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. 1934 galt das „Wunderteam“ um den herausragenden Dribbelkünstler Matthias Sindelar als Favorit auf den WM-Titel, verlor aber im Halbfinale unter fragwürdigen Umständen mit 0:1 gegen Italien. 1954 setzte es im Halbfinale eine 1:6-Klatsche gegen Deutschland, doch mit Platz 3 gelang am Ende die bis heute beste WM-Platzierung.

  • Zwischen seinen WM-Teilnahmen 1958 und 2026 war Österreich bei den 16 Turnieren nur viermal dabei, die zweite Gruppenphase war dabei das beste Abschneiden. Noch schlechter lief es bei den 1960 erstmals ausgetragenen Europameisterschaften: Hier war die ÖFB-Elf erst 2008 erstmals vertreten – und das auch nur als Co-Gastgeber.
  • Eine neue Generation von vielfach im Ausland erfolgreichen Spielern schaffte in den letzten zehn Jahren drei EM-Teilnahmen in Serie (2016, 2021 und 2024) und 2026 die erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren.

Rivalitäten

  • Der größte Rivale Österreichs ist Deutschland – auch aufgrund der engen Nachbarschaft der beiden Länder und der Geschichte während des Nationalsozialismus. 1934 gewann die deutsche Elf das WM-Spiel um Platz 3 mit 3:2 und 1954 stand die DFB-Elf im Halbfinale (6:1) einem möglichen Finaleinzug der Österreicher im Weg. Revanche nahm die ÖFB-Auswahl 1978 bei der WM in Argentinien durch einen 3:2-Sieg im letzten Spiel der Zwischenrunde, wodurch Deutschland der Einzug ins Finale bzw. das Spiel um den 3. Platz verwehrt blieb. Auf diese „Schmach von Cordoba“ (aus deutscher Sicht) folgte 1982 bei der WM in Spanien die „Schande von Gijon“, als sich beide Länder im letzten Gruppenspiel offensichtlich auf ein 1:0 einigten und so beide weiterkamen – auf Kosten Algeriens, das bei einem höheren Sieg Deutschlands oder einem Punktgewinn Österreichs weitergekommen wäre. 

  • Mit Abstand die meisten Länderspiele betritt Österreich gegen Ungarn – u.a. viele Spiele in den 1900er und 1910er Jahren, als die beiden Teams als „Cisleithanien“ und „Transleithanien“ noch Teile des Königreichs Österreich-Ungarn waren.

Legenden

  • Die größte Legende des österreichischen Fußballs ist Hans Krankl, der beim 3:2-Sieg gegen Deutschland bei der WM 1978 einen Doppelpack schnürte (darunter das Siegtor in der Schlussphase) und in der Folge als „Goleador“ beim FC Barcelona u.a. den Europapokal der Pokalsieger gewann.

  • Als Legionäre“ im Ausland waren u.a. auch Herbert Prohaska (Italien), Toni Polster (Italien, Spanien, Deutschland) sowie in Deutschland zahlreiche weitere Spieler wie etwa Bruno Pezzey, Andreas Herzog und David Alaba erfolgreich. Alaba holte u.a. mit zwei verschiedenen Klubs (Bayern München und Real Madrid) je zweimal die Champions League, was niemand außer ihm schaffte. Auch in der englischen Premier League etablierten sich Spieler wie Emanuel Pogatetz oder Christian Fuchs.
  • Rekordspieler und -torschütze der ÖFB-Auswahl ist Marko Arnautovic, der als Legionär in den obersten Ligen sechs verschiedener Länder spielte: Niederlande, Italien, Deutschland, England, China und Serbien.

Sonstiges

  • Zu den in Deutschland berühmten Trainern aus Österreich zählt Ernst Happel, der zum Ende seiner Karriere – und seines Lebens – 1992 knapp ein Jahr lang ÖFB-Nationaltrainer war. Zuvor hatte er Feyenoord Rotterdam und den Hamburger SV zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister geführt und war in vier verschiedenen Ländern (Niederlande, Belgien, Deutschland und Österreich) nationaler Meister geworden.

  • Seit Juni 2022 ist Ralf Rangnick ÖFB-Nationaltrainer. Der Deutsche prägte schon zuvor den österreichischen Renommierklub Red Bull Salzburg, wo er zwischen 2012 und 2015 als Sportdirektor seinen auf Pressing ausgerichteten wegweisenden Stil einführte und den Klub zum Serienmeister seines Landes weiterentwickelte.

Rekorde

Meiste Länderspiele

Marko Arnautovic

 137 Einsätze (Stand 13.07.2026)
Meiste LänderspieltoreMarko Arnautovic 49 Tore (Stand 13.07.2026)
Rekordtrainer nach AmtszeitHugo Meisl 6732 Tage über zwei Amtszeiten (Juni 1913 bis Mai 1914 und September 1919 bis Februar 1937)