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Türkei
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Fußball
(M)

WM 2026 Kanada/Mexiko/USA

#MannschaftMannschaftSp.SUNDiff.Pkt.
1USAUSAUSA320146
2AustralienAustralienAustralien311104
3ParaguayParaguayParaguay3111-24
4TürkeiTürkeiTürkei3102-23

Newsticker

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Torjäger

#SpielerPosSpTore11mTorschüsseQuoteMin/Tor
1TürkeiKaan AyhanMF110112
TürkeiArda GülerMF310140,07270
TürkeiBarış YılmazST31020,5180
  • Pos = Position

Vereinsdaten

vollständiger Name Türkiye Futbol Federasyonu
Stadt Istanbul
Spitzname Ay-Yildiz
Mitglieder 6.303.000
Farben rot-weiß
Gegründet 23.04.1923
Stadion Atatürk Olimpiyat Stadı
76.761 Plätze

Geschichte

Ein legendärer WM-Auftritt

  • Der türkische Fußball war im 20. Jahrhundert über viele Jahrzehnte allenfalls zweitklassig. Die Auswahl nahm im 20. Jahrhundert nur an einer einzigen WM-Endrunde teil und schaffte den Sprung in die Schweiz 1954 auch nur per Losentscheid, nachdem es gegen Spanien nach drei Duellen keine Entscheidung gegeben hatte. Bei der Endrunde schied das Team nach der Gruppenphase aus.

  • Auf „normalem“ sportlichen Weg qualifizierte sich die Türkei erstmals 2002 für eine WM-Endrunde und sorgte beim Turnier in Japan und Südkorea für Furore. Die von Şenol Güneş trainierte Mannschaft kam sensationell ins Halbfinale und am Ende auf Rang 3 und verlor im Turnier lediglich gegen den späteren Weltmeister Brasilien (in der Gruppenphase und im Halbfinale, jeweils knapp).
  • Bei einer EM-Endrunde waren die Türken erstmals 1996 am Start, seither sind sie hier regelmäßiger Gast und hatten 2024 ihre sechste Teilnahme. Am weitesten kam das Team vom Bosporus 2008, als in der Vorrunde gegen die Schweiz und Tschechien jeweils spät und nach Rückstand noch gewonnen wurde. Gegen Kroatien im Viertelfinale entschied dramatisch das Elfmeterschießen zugunsten der Türken und erst gegen Deutschland im Halbfinale endete der Lauf mit einer knappen 2:3-Niederlage.

Rivalitäten

  • Den emotionalen und oft nationalistisch aufgeladenen türkischen Fußball verbindet eine herzliche Abneigung mit dem griechischen – vorwiegend aus historisch-politischen Gründen, u.a. wegen der Situation um die geteilte Insel Zypern. Beide Teams trafen in der Qualifikation zur WM 2006 aufeinander, schafften es aber jeweils nicht zur Endrunde. Anders in der Qualifikation zur EM 2008, in der beide Duelle Auswärtssiege brachten und sich beide Mannschaften am Ende für die Europameisterschaft qualifizierten. 

  • Eine besondere Beziehung herrscht zur deutschen Nationalmannschaft, vor allem wegen den rund drei Millionen türkischstämmigen Menschen, die in Deutschland leben. In der DFB-Auswahl erlangten Spieler wie Emre Can, Mesut Özil oder İlkay Gündoğan große Popularität. Andererseits gibt es aber auch Deutsch-Türken, die in Deutschland geboren wurden und aufwuchsen, sich dann aber für die Nationalelf der Türkei entschieden. z.B. Nuri Şahin, Hakan Çalhanoğlu oder die Altintop-Brüder Halil und Hamit.

Legenden

  • Hakan Çalhanoğlu wurde in Mannheim geboren, spielte in der Jugend des SV Waldhof und später des Karlsruher SC. Schon in Junioren-Auswahlen spielte er für die Heimat seiner Eltern und entschied sich auch im Erwachsenenbereich, für die Türkei aufzulaufen. Der Edeltechniker und gefürchtete Freistoßschütze verließ 2017 Deutschland und ging nach Mailand, wo er für die Großklubs AC und Inter spielte und 2024 mit den Nerazzurri erstmals einen Meistertitel gewann.

  • Hakan Şükür ist Rekordtorschütze des Nationalteams und ein wesentlicher Protagonist beim WM-Lauf 2002, der den türkischen Fußball international ins Rampenlicht stellte. Der Stürmer mit dem Spitznamen „Kral“ (König) war zuvor bereits Teil des Galatasaray-Teams, das 2000 mit dem UEFA-Cup den ersten Europapokaltitel eines türkischen Klubs gewann. Şükür hält den Rekord für das schnellste Tor der WM-Historie, als er 2002 im Spiel um Platz 3 nach 11 Sekunden gegen Südkorea traf – übrigens, obwohl die Ostasiaten Anstoß hatten. Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere ging er in die Politik, überwarf sich aber 2016 mit Staatspräsident Erdoğan, verließ das Land (nachdem er per Haftbefehl gesucht wurde) und ging in die USA.

Sonstiges

  • Ein Spitzname der als heißblütig und kampfstark bekannten türkischen Nationalelf ist „Ay Yıldızlılar“ (die „Mond-Sterne“) – in Anlehnung an die Nationalflagge.

  • Zur Schattenseite des türkischen Fußballs zählen wiederholt auftretende Skandale und Bestechungsvorwürfe. So wurden 2025 im Zuge eines Wettskandals rund 150 Schiedsrichter und über 1000 Spieler aus den höchsten Ligen des Landes vorübergehend gesperrt und es wurde gegen eine Vielzahl von Funktionären ermittelt, hoch bis zu den Istanbuler Spitzenklubs.

  • Die Türkei wurde von der UEFA zu einem der Gastgeber der EURO 2032 bestimmt und wird die Endrunde zusammen mit Italien austragen. Damit findet erstmals ein großes Turnier statt in dem Land, das Europa mit Asien verbindet. Es wird spekuliert, ob es dabei erstmals 32 Teilnehmer geben könnte anstatt der aktuellen Zahl von 24, die 2028 in Großbritannien und Irland am Start sein wird.

Rekorde

Meiste Länderspiele

Rüştü Reçber

 120 Einsätze (Stand 13.07.2026)
Meiste LänderspieltoreHakan Şükür 51 Tore (Stand 13.07.2026)
Rekordtrainer nach AmtszeitFatih Terim 136 Länderspiele (in 4 Amtszeiten zwischen 1990 und 2017)