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"Entsprach nicht meinen Erwartungen"

Biathlon-Ass spricht über herbe Enttäuschung im IBU-Cup

Weckt im französischen Biathlon große Hoffnungen: Camille Grataloup-Manissolle
Weckt im französischen Biathlon große Hoffnungen: Camille Grataloup-Manissolle
Foto: © IMAGO/Harald Deubert
24. April 2026, 09:45
sport.de
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Die vergangene Saison lief für die französische Biathlon-Hoffnung Camille Grataloup-Manissolle äußerst gut. Dennoch musste er einen Dämpfer hinnehmen. So beurteilt er den vergangenen Winter.

"Ich habe die meisten meiner Ziele erreicht", resümierte Camille Grataloup-Manissolle im Gespräch mit dem "Nordic Magazine".

Nachdem der junge Skijäger Medaillen von den Junioren-Weltmeisterschaften und den Junioren-Europameisterschaften 2024/2025 mit nach Hause gebracht hatte, qualifizierte er sich im Dezember für den Junioren-Cup in Goms und Martell-Val Martello. Dort feierte er zwei überzeugende Siege in Folge.

"Ich bin besonders zufrieden mit dem Rennen in Goms", hob der 19-Jährige hervor. "Meine ersten beiden Rennen waren durchwachsen. Mal war mein Schießen gut, mal mein Skifahren. Beim Massenstart konnte ich dann endlich ein durchweg solides Rennen abliefern. Der zweite Sieg in einem Einzelrennen hat meine damalige Form nur noch einmal bestätigt."

Harte Realität im IBU-Cup

Nach einer weiteren Top-Leistung im Januar beim französischen Pokal weckte Grataloup-Manissolle das Interesse des Trainerstabs der B-Gruppe, der ihn kurzerhand zum IBU-Cup im norwegischen Sjusjøen Anfang Februar mitnahm.

Eine besondere Premiere für den Sportstudenten, der mit einem 57. Platz im Sprint und einem 38. Platz in der Verfolgung jedoch überhaupt nicht zufrieden war.

"Es entsprach nicht meinen Erwartungen, aber es wird sicherlich für die Zukunft nützlich sein", blickte der Nachwuchsathlet zurück. Er habe festgestellt, dass "der Unterschied zwischen dem Junioren-Cup und dem IBU-Cup enorm ist, viel größer als zwischen dem französischen Pokal und dem Junioren-Cup".

Dennoch hat er Blut geleckt: "Ich brauchte diese erste Erfahrung. Ich konnte mir einen Eindruck vom allgemeinen Niveau verschaffen. Nächstes Mal geht es nicht mehr ums Entdecken, sondern ums Abliefern."

"Mental hat mich der Stress überwältigt"

Bei den Junioren-Weltmeisterschaften am Arber lief es für Grataloup-Manissolle dann zwar besser, fürs Podium reichte es aber nicht. Er wurde Vierter im Einzel, Fünfter im Massenstart und 13. im Sprint.

Der Franzose hatte nach eigener Aussage mit dem Erwartungsdruck zu kämpfen. "Ich hatte den Weltmeisterschaften und einer Einzelmedaille große Bedeutung beigemessen. Mental hat mich der Stress überwältigt", gestand er: "Ich hatte die ganze Woche über Seitenstechen. Das liegt am Stress, weil ich dadurch nicht richtig atmen kann. Wenn ich entspannt bin, habe ich nie Seitenstechen!"

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