Der norwegische Biathlon-Star Sturla Holm Lægreid hat in der abgelaufenen Saison nicht nur mit seinen Top-Leistungen in der Loipe und am Schießstand für Aufsehen gesorgt. Vor allem seine Fremdgeh-Beichte im Fernsehen sorgte für Wirbel und reichlich Kritik. Womöglich auch deshalb hat er nun die Entscheidung getroffen, fortan nicht mehr auf Social Media unterwegs zu sein.
Sturla Holm Lægreid sagt seinen fast 83.000 Followern auf Instagram vorerst Lebewohl.
Wie der Norweger in einem letzten Story-Beitrag verkündete, macht er sein Konto auf der Social-Media-Plattform dicht, inzwischen ist es nicht mehr zu erreichen.
"Ich habe beschlossen, die sozialen Medien zu verlassen, aber vorher möchte ich euch allen dafür danken, dass ihr mir gefolgt seid und mich unterstützt habt. Es war eine schöne Reise, danke", zitiert unter anderem "Fondo Italia" aus besagter Story. Einen expliziten Grund für seinen Rückzug nannte Lægreid nicht.
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Womöglich ist das Social-Media-Aus aber eine Folge einer Kontroverse, für die der Biathlet während der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo selbst gesorgt hatte. Der 29-Jährige war in die Kritik geraten, nachdem er im Anschluss an seinen Gewinn der Bronzemedaille im Einzel in einem Live-Interview seine Untreue gegenüber seiner Lebenspartnerin gestanden hatte.
"Das war total zu 100 Prozent egoistisch. Und ich fand das den total falschen Moment", so etwa Biathlon-Ikone Ole-Einar Bjørndalen. Denn: Lægreid hatte mit seiner Beichte anschließend die Schlagzeilen dominiert - und nicht etwa Olympiasieger Johan-Olav Botn.
Der Gesamtweltcupsieger der Saison 2024/25 offenbarte später, dass er die Folgen des Olympia-Wirbels durchaus auch am eigenen Leib gespürt hat. Während der Winterspiele habe er einige Kilos verloren. Trotzdem verliefen die Spiele in Antholz aus sportlicher Sicht äußerst erfolgreich: Nach Bronze im Einzel gewann er Bronze im Sprint sowie dreimal Silber in der Verfolgung, im Massenstart und der Staffel.

