Martin Schmitt gewann 2002 in Salt Lake City Olympisches Gold mit dem Team, sammelte insgesamt vier Weltmeister-Titel und gewann zweimal den Gesamtweltcup. Kurz: Der 48-Jährige ist eine der schillerndsten Gestalten der deutschen Skisprung-Geschichte. Nun blickte Schmitt auf den zurückliegenden Winter.
"Es war eine schwierige Saison, auch wegen der Regeländerungen im letzten Frühjahr", fasst die deutsche Skisprung-Legende Martin Schmitt im Interview mit der polnischen Zeitung "Fakt" die abgelaufene Saison zusammen.
Konkret bezieht sich Schmitt mit seiner Aussage auf das polnische Team, das im Weltcup sein schwächstes Abschneiden seit 17 Jahren hinnehmen musste, bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo allerdings mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille zu den großen Gewinnern zählte. Allerdings hebt Schmitt auch hervor, dass die neuen Regeln länderübergreifend vor allem für ältere Athleten, die schon lange springen, eine große Herausforderung dargestellt haben.
Ein Springer, der so gar nicht in diese Kategorie passt, ist Kacper Tomasiak. Der 19-Jährige überraschte bei den Olympischen Spielen, als er Silber von der Normalschanze und im Super-Team sowie Bronze von der Großschanze gewann. Wie "Fakt" schreibt, hatte Schmitt schon im Vorfeld der Spiele geäußert, dass er an eine polnische Überraschung glaubt.
Polnisches Skispringen vor "vielversprechender Zukunft"
"Ich dachte, es wäre möglich, aber unwahrscheinlich. Und er hat es geschafft. Seine Leistung bei den Olympischen Spielen war einfach unglaublich", führte der Deutsche nun, mit seiner einstigen Aussage konfrontiert, aus. Die Vorbereitung auf eine neue Saison, in der man plötzlich Erwartungen an ihn haben werde, sei auch für Tomasiak Neuland, aber der Youngster sei "mental stark" und er traue ihm absolut zu, im kommenden Winter über die gesamte Saison hinweg um Podiumsplätze zu springen, so Schmitt.
Insgesamt macht Schmitt den Polen Mut. "Ich sehe eine vielversprechende Zukunft für euch", so Schmitt.
