Die französische Biathletin Lisa Cart-Lamy hat im U21-Bereich in jüngerer Vergangenheit durchaus auf sich aufmerksam gemacht, noch ist allerdings völlig offen, ob es auch für eine Profikarriere als Skijägerin reichen wird. Deshalb plant das Talent mehrgleisig und absolviert parallel zum Sport eine Ausbildung zur Optikerin. Für welchen Weg entscheidet sie sich?
Seit 2024 studiert Lisa Cart-Lamy in Morez Augenoptik mit dem Ziel, einen Bachelor of Science zu erwerben. Zunächst hatte die 20-Jährige nach ihrem Schulabschluss überlegt, Osteopathin oder Physiotherapeutin zu werden, doch dann schwenkte sie um.
"Der richtige Weg wäre gewesen, Medizin oder Sportwissenschaft mit einer bestimmten Spezialisierung zu studieren", erklärte die Französin im Gespräch mit dem "Nordic Magazine". Doch dies sei "ziemlich kompliziert" - und selbst "wenn es manche schaffen, ist es sehr schwer und es gibt nicht viele Plätze."
Deshalb suchte sie nach Alternativen, die zu ihr passten und es ihr ermöglichten, weiterhin Biathlon zu betreiben. "Ich konnte es mir nicht leisten, alles auf Biathlon zu setzen, ohne zu wissen, ob es klappen würde. Deshalb wollte ich einen Plan B haben", verdeutlichte Cart-Lamy.
Berufliches Sabbatjahr für die Biathlon-Karriere?
Ihr angepeilter Studienabschluss würde der 20-Jährigen auch die Möglichkeit bieten, im Biathlon einen neuen Anlauf zu wagen.
"Wenn ich meinen BTS-Abschluss bekomme, möchte ich ein (berufliches) Sabbatjahr einlegen, um alle Chancen im Biathlon zu wahren, im Wissen, dass ich dieses Diplom in der Tasche habe", kündigte Cart-Lamy an.
Wie weit sie es im extrem hochkarätig besetzten französischen Team schaffen wird, muss die Zukunft zeigen. Doch selbst wenn sie Gewehr und Skier frühzeitig an den Nagel hängen müsste, würde sich die Wintersportlerin gerüstet fühlen.
Sobald sie mit dem Skifahren aufhöre, wolle sie ein Diplom in Hörgeräteakustik erwerben. "Ich möchte beides machen können, weil es sich um komplementäre Berufe handelt", begründete Cart-Lamy ihren Wunsch.

