Kehrt Stefan Horngacher nach sieben Jahren als Bundestrainer der deutschen Skispringer doch nicht als Sportdirektor nach Polen zurück? Eigentlich hätte der Österreicher im Rahmen einer Pressekonferenz am 15. April vorgestellt werden, nun steht der Wechsel aber doch auf der Kippe. Wojciech Gumny, Vizepräsident des PZN, packt aus, wie es nun weitergeht.
Zuletzt hatte Verbandschef Adam Malysz in einem Statement verlauten lassen, dass eine wegweisende Personalentscheidung im polnischen Skispringen nicht wie geplant am 15. April verkündet werden kann. Die polnische Skisprung-Ikone dessen eigene Zukunft im Amt ebenfalls offen ist, verwies in diesem Zusammenhang auf die anstehenden Neuwahlen der polnischen Verbandsführung.
"Ich weiß nicht, ob es um Horngacher ging", reagierte Wojciech Gumny, Vizepräsident des PZN, im Gespräch mit "Interia" auf die Aussagen von Malysz, die zuletzt hohe Wellen schlugen: "Wenn es zu Wechseln in unserem Verband kommen könnte, dann darf man kurz vorher keine Mehrjahresverträge mit anderen Protagonisten vereinbaren. Wir wissen schließlich nicht genau, wie es weitergeht."
Skispringen: "Gab keinen Streit" wegen Horngacher
Stefan Horngacher hatte seinen Posten im DSV zum Saisonende geräumt, Nachfolger ist sein ehemaliger Assistenzcoach Andreas Mitter. Der Wechsel nach Polen, wo er Sportdirektor werden soll, schien bereits festzustehen, wird sich nun aber zumindest verzögern. Zwar ist die nächste Vorstandssitzung für den 22. April terminiert, nach dieser seien laut Gumny aber zunächst keine wesentlichen Verlautbarungen zu erwarten.
"Niemand sagt und niemand behauptet, dass wir eine solche Person nicht brauchen. Es sind nur die Regeln", erklärte der Pole weiter, der jedoch verriet, dass bezüglich eines neuen Sportdirektors bereits "Einigung herrschte". "Ich äußere mich nicht dazu, ob es Horngacher war oder jemand anderes, aber man kann heute keine Verpflichtung eingehen und sie dem neuen Vorstand überlassen", erklärte er die Verzögerung weiter.
Streit über die Personalie mit Malysz und anderen Vorstandsmitgliedern gab es demnach nicht. "Es gab keinen Streit, es gab gar nichts, wir halten uns an das, was schon immer galt. Adam weiß das und Adam hat es verstanden, er hat nur eine solche Erklärung abgegeben und das war’s. Hier gibt es keinerlei Meinungsverschiedenheiten zwischen uns. Die Haltung war klar, eindeutig, es gibt keinerlei Spannungen und Konflikte", betonte er.
