Noch vor zwei Jahren nahm die Französin Mila Ambert an nationalen U19-Wettbewerben teil, um sich für eine Zukunft als Biathlon-Profi in Stellung zu bringen. Der Durchbruch gelang ihr bis heute allerdings nicht. Nun hat sie über die Gründe gesprochen.
"Meine damalige Saison war ergebnistechnisch und in der Gesamtwertung nicht überragend, aber ich hatte den Eindruck, dass ich mich auf den Skiern gut weiterentwickelt hatte", blickte Mila Ambert im Interview mit dem "Nordic Magazine" rund 24 Monate zurück.
Obwohl es für sie ein "erfüllendes Jahr" gewesen sei, habe sie gewusst, "dass der Druck groß war und die Plätze begrenzt waren, deshalb war ich mir nicht sicher, ob ich wiederkommen würde."
Sie kam nicht wieder, Ambert wurde aussortiert. "Es war nicht einfach, damit zu leben, vor allem, weil es keine wirklichen Alternativen gab. Ich geriet etwas in Panik. Ich wusste, ich wollte nicht aufhören", gestand die Skijägerin.
Im vergangenen Frühjahr, während ihrer Zeit bei der U21, fasste Ambert schließlich den Entschluss, ihre Trainingsmethoden zu ändern, um wieder auf höherem Level mitmischen zu können. "Ich wollte unbedingt wieder mit Mädchen in meinem Alter trainieren. Diese Dynamik schien mir interessanter", erklärte die Französin.
Ambert hat noch Spaß am Biathlon-Zirkus
Obwohl ihre vergangene Saison, die mit dem 13. Platz im französischen Pokal endete, nicht die erhofften Erfolge brachte, will sich Ambert auf die positiven Aspekte ihrer Entwicklung konzentrieren.
"Zu Beginn des Winters war ich sehr fokussiert und sehr zufrieden, auch wenn es auf den Skiern etwas schwieriger war", resümierte die junge Athletin, die Anfang März beim U21-Massenstart in Prémanon immerhin Platz vier belegt hatte.
Die ehemalige Trainingspartnerin von Thémice Fontaine, Rosalie Odile und Namou Candau-Armand will demnächst noch einmal mit voller Kraft angreifen.
"Natürlich frage ich mich jedes Jahr, ob ich weitermachen soll, denn es ist sehr viel Arbeit, aber ich liebe das Training wirklich. Es ist etwas, das mich beflügelt", hob Ambert hervor.

