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Folgenreiche Entscheidung gefallen

Auch Horngacher betroffen: Personal-Beben im Skispringen

Ex-Skispringer Adam Malysz kandidiert nicht erneut als Verbandschef
Ex-Skispringer Adam Malysz kandidiert nicht erneut als Verbandschef
Foto: © IMAGO/MARCIN GOLBA
23. April 2026, 08:00
sport.de
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Skisprung-Ikone Adam Malysz verzichtet auf eine erneute Kandidatur bei der Wahl des Vorstands des polnischen Ski-Verbands. Auswirkungen hat das Personal-Beben auch auf den früheren Bundestrainer Stefan Horngacher.

Seinen Rückzug verkündete Malysz gegenüber dem TV-Sender "Polsat". "Meine Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen soll, stimmt nicht mit der des Vorstands überein, daher lautet meine Entscheidung: Nein, ich werde nicht zur Wiederwahl antreten", teilte der 48-Jährige mit.

Malysz war 2022 ins Amt gewählt worden, hatte zuletzt aber immer wieder über die schwierigen Rahmenbedingungen geklagt.

Das Fass zum Überlaufen brachte wohl die Posse um Horngacher, den Malysz als neuen Sportdirektor der Skispringer auserkoren hatte. Der Verbandsvorstand aber pfiff ihn mit Blick auf die anstehenden Wahlen zurück, die Personale wurde vorerst auf Eis gelegt.

Gerüchte, er selbst könne nun ins Amt des Sportdirektors zurückkehren, das er bereits vor seinem Wechsel an die Verbandsspitze ausfüllte, kommentierte Malysz zurückhaltend.

"Darüber habe ich noch nicht nachgedacht. Wir haben noch viel zu tun, vor allem wichtige Verträge, die unterzeichnet werden müssen", so der viermalige Weltmeister. Er habe "seine eigenen Pläne für die Zukunft", betonte Malysz.

Skispringen: Horngacher-Hängepartie geht weiter

Horngacher, der von Malysz wohl auch als Backup für den Fall einer Trennung vom umstrittenen Nationaltrainer Maciej Maciusiak vorgesehen war, hängt nun weiter in der Warteschleife.

Bei einem mehrstündigen Treffen der Verbandsspitze am Mittwoch, dem längsten der Ära Malysz, wie es in polnischen Medien heißt, fiel demnach die Entscheidung, dass Maciusiak auch in der kommenden Saison im Amt bleibt.

"Polsat" berichtete, über Horngachers Einstellung in einer übergeordneten Rolle würde erst nach der Vorstandswahl Mitte Juni entschieden. "Vor allem, weil es ein kostspieliges Unterfangen ist. Wir wollen die neue Geschäftsführung nicht vor vollendete Tatsachen stellen", wurde ein Teilnehmer des Meetings zitiert.

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