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Wirbel um zurückgetretenes ÖSV-Ass

Skisprung-Boss tritt gegen Star nach: "Geht einfach nicht"

Skispringerin Lisa Eder überraschte mit ihrem Rücktritt
Skispringerin Lisa Eder überraschte mit ihrem Rücktritt
Foto: © IMAGO/Ulrich Wagner
23. April 2026, 17:12
sport.de
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Aus dem Nichts verkündeten die österreichische Top-Skispringerin Lisa Eder in der vergangenen Woche ihren Rücktritt. Verantwortlich für das überraschende Karriereende waren Differenzen zwischen ihr und dem Österreichischen Ski-Verband. ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher wollte diese allerdings keinesfalls so auf sich und dem Verband sitzen lassen.

"Wir sind auf keinen grünen Zweig gekommen", erklärte Lisa Eder zuletzt dem "ORF". "Der ÖSV hat seine Gründe, und das ist auch verständlich. Für mich funktioniert es anders nicht. Schon länger haben es mir die Umstände schwergemacht. Skispringen an sich würde mir Spaß machen, aber das Drumherum macht mich nicht so happy."

Knackpunkt sei gewesen, dass ihr Verlobter, der ebenfalls jüngst aus dem Weltcup zurückgetretene Altmeister Manuel Fettner nicht ins Trainerteam integriert wurde. Das soll der ausdrückliche Wunsch der 24-Jährigen gewesen sein, die in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup auf Platz vier abschloss. Eine solche Forderung sei ein Unding, findet ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher.

Skispringen: ÖSV-Boss reagiert deutlich auf Eder-Wunsch

"Wenn man Forderungen stellt und will, dass der ÖSV das dann zahlt, und nur dann mache ich weiter, da hört es sich bei mir auf", wütete er im Gespräch mit der "Tiroler Tageszeitung". Grundsätzlich sei man offen gewesen, Fettner einen Platz im Trainerstab anzubieten - allerdings nicht bei den Damen, da eine Liebesbeziehung innerhalb des Teams gegen die vom Verband definierten Regeln verstoße.

Gebe es diese Regelung nicht, dann könnte "jeder mit seinem Partner daherkommen und sich den als Trainer wünschen. Das geht einfach nicht", legte Stecher nach: "Wenn Manuel Fettner zum Beispiel bei den Herren als Trainer anfangen will, wäre das kein Problem, dann kann man darüber reden. Aber nicht in der gleichen Gruppe."

Der 40-jährige Fettner hatte seinen Rücktritt am Saisonende verkündet, also nur wenige Wochen vor seiner Partnerin.

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