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Sportlicher Leiter massiv in der Kritik

Bericht: Riesenärger im österreichischen Biathlon-Verband

Christoph Sumann sollte Österreichs Biathlon wieder in Schwung bringen - bislang ohne Erfolg
Christoph Sumann sollte Österreichs Biathlon wieder in Schwung bringen - bislang ohne Erfolg
Foto: © IMAGO/Jiang Han
21. April 2026, 09:47
sport.de
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Österreichs Biathlon-Team steckt in der Krise - das hatte sich in den vergangenen Jahren schon angedeutet und in diesem Winter noch einmal bestätigt. Einem Medienbericht zufolge wächst die Unzufriedenheit bei den Skijägerinnen und Skijägern mit ihren Vorgesetzten, allen voran dem Sportlichen Leiter Christoph Sumann.

Wie die "Krone" enthüllte, "kracht es an allen Ecken und Enden" im österreichischen Ski-Verband. Dass die Saison 2025/2026 so enttäuschend verlief und mit Lisa Hauser und Simon Eder die beiden Biathlon-Aushängeschilder des Landes ihre Karrieren beendet haben, hat die Stimmung im und rund um den ÖSV offenkundig noch einmal verschlechtert.

Im Mittelpunkt der Kritik: Ex-Biathlet Christoph Sumann, seit einem Jahr Sportlicher Leiter im Verband. Intern wachse der Unmut über den Funktionär, heißt es. Dass der 50-Jährige beim Saisonfinale am Holmenkollen fehlte, um in der Heimat an einem Spaßrennen teilnehmen zu können, sorgte demnach ebenso für Irritationen wie seine Sparpolitik, der einige von den Athletinnen und Athleten "hoch angesehene Mitarbeiter" zum Opfer gefallen sein sollen.

Sumann würde "an den falschen Ecken und Enden" den Rotstift ansetzen, lautet einer der Hauptvorwürfe.

16 ÖSV-Asse baten beim Verbandschef um Hilfe

Einige ÖSV-Stars sollen dermaßen frustriert über die "teils chaotischen Umstände" im Verband sein, dass sie sich direkt an Oberboss Mario Stecher gewandt haben sollen. Insgesamt 16 Athletinnen und Athleten hätten ihn "um Hilfe gebeten".

Pikant: Stecher selbst hatte Sumann vor einem Jahr geholt, um die ins Stocken geratene Entwicklung der einheimischen Wintersport-Asse wieder in Schwung zu bringen. Mittlerweile soll jedoch auch der Verbandschef "sauer über gewisse Vorgänge und Alleingänge" des Sportlichen Leiters sein und "dies auch klar und lautstark zum Ausdruck gebracht haben".

Ob Sumann jetzt bereits um seinen Job fürchten muss, ist unklar. Der 50-Jährige dürfte aber unter Beobachtung stehen - intern wie extern. Ohne eine sichtbare Steigerung im kommenden Winter dürfte sich die ohnehin angespannte Situation noch weiter zuspitzen.

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