Quarterback Matthew Stafford wird auch in der kommenden NFL-Saison der Quarterback der Los Angeles Rams sein. Was jedoch über 2026 hinaus passiert, ist offen. Sein Vertrag enthält jedoch klare Deadlines für etwaige Zukunftsentscheidungen.
In der vergangenen Woche meldeten die Rams, dass sie sich mit Matthew Stafford auf eine Vertragsverlängerung für ein weiteres Jahr geeinigt haben. Die Rede war von einem Kontrakt bis zum Ende der Saison 2027, der ihm inklusive der anstehenden Spielzeit bis zu 105 Millionen Dollar einbringen könnte.
Bei genauerer Betrachtung ist der neue Deal jedoch nicht ganz so eindeutig, was die Länge und das Gehalt betrifft. Wie Tom Pelissero vom "NFL Network" am Mittwoch berichtete, beinhaltet der Kontrakt vielmehr ein paar wichtige Deadlines, die Entscheidungen über Staffords Zukunft beschleunigen sollen, nachdem sich der QB in den vergangenen Jahren zuweilen relativ viel Zeit gelassen hatte, ehe er zu einer Entscheidung über die jeweils anstehende Saison gekommen war.
2026 wird Stafford insgesamt 40 Millionen Dollar verdienen (16 Millionen Dollar Grundgehalt, 24 Millionen Dollar Signing Bonus). Zudem ist ihm ein Roster Bonus (5 Mio. Dollar) für 2027 garantiert. Hinzu kommen können in jedem Jahr zusätzlich nochmal fünf Millionen Dollar, wenn er 70 Prozent der Offensiv-Snaps absolviert und die Rams das NFC Championship sowie den Super Bowl gewinnen (je 2,5 Mio.). Anschließend jedoch wird man sehen, wie es weitergeht.
Stafford-Deadlines jeweils im März
Laut dem Bericht nämlich steht schon im kommenden März eine wichtige Deadline an. Sollte er am dritten Tag des neuen Liga-Jahres noch im Kader stehen, dann werden ihm 45 Millionen Dollar seines Grundgehalts für 2027 sowie ein Roster Bonus in Höhe von fünf Millionen Dollar für 2028 garantiert sein - insgesamt also 50 Millionen Dollar. Das heißt: Bis Mitte März muss klar sein, ob Stafford noch ein weiteres Jahr für die Rams spielt oder nicht.
Noch spannender wird dann jedoch das Frühjahr 2028, denn entgegen der ersten Meldungen läuft der neue Deal zumindest auf dem Papier sogar bis zum Ende der Saison 2029 - mit einem Gehalt, das ein normales Vertragsende im Grunde unmöglich macht.
Sollte Stafford nämlich am zehnten Tag des Liga-Jahres 2028 noch im Kader der Rams stehen, würden ihm sage und schreibe 100 Millionen Dollar für 2029 garantiert werden. Das wiederum bedeutet, dass man bis zu diesem Stichtag eine Entscheidung treffen muss, ob man den Quarterback hält - sollte dieser im Alter von dann 40 Jahren noch spielen wollen - oder ihn abgibt. In jedem Fall aber wäre eine weitere Anpassung des Vertrags im Fall einer Fortsetzung der Karriere unabdingbar.
Diese Deadlines geben den Rams, die im vergangenen Draft überraschend Quarterback Ty Simpson gezogen haben, Planungssicherheit. Sie werden im Normalfall schon vor oder zu Beginn der Free Agency wissen, wie ihre Quarterback-Situation aussieht. Erst 2025 hatte Stafford noch lange mit einem Abgang kokettiert und hatte unter anderem konkrete Verhandlungen mit den Las Vegas Raiders, ehe sich der MVP dann doch für einen Verbleib in L. A. im Sommer entschied.



































