Das höchste Gericht der USA, der Supreme Court, hat am Dienstag eine Berufung der NFL abgelehnt, sodass einer Gerichtsverhandlung der Diskriminierungsklage von Brian Flores gegen die Liga nichts mehr im Wege steht.
Die Richter wiesen eine Berufung der Liga ab, die den Fall lieber über ihr eigenes Schiedsverfahren als vor einem ordentlichen Gericht in New York verhandelt gesehen hätte. Richter Brett Kavanaugh stimmte als einziger gegen die Entscheidung, den Fall nicht anzuhören.
Flores, der schwarz ist, hatte die Liga und drei Teams im Februar 2022 verklagt. Er warf der NFL vor, dass ihre Einstellungspraxis in Bezug auf schwarze Trainer "voll von Rassismus" sei. Später schlossen sich die ebenfalls schwarzen Trainer Steve Wilks und Ray Horton seiner Klage an.
Flores, der zuvor von den Miami Dolphins als Head Coach entlassen worden war, arbeitet seit 2023 als Defensive Coordinator der Minnesota Vikings, wartet jedoch seither auf eine weitere Chance als Head Coach.
NFL hätte eigene Schiedsverfahren vorgezogen
Die NFL hatte argumentiert, dass Flores das Schiedsverfahren anstelle des ordentlichen Rechtswegs nutzen sollte, doch die Vorinstanzen stellten sich auf die Seite der Kläger. Die Liga erklärte, sie respektiere die Entscheidung des Supreme Courts, durch die die Urteile der Vorinstanzen in Kraft bleiben, sei aber "vollkommen bereit, sich zu verteidigen, während dieses Verfahren weitergeht".
David Gottlieb und Douglas Wigdor, die Anwälte der Kläger, zeigten sich erfreut über das Urteil. "Die NFL muss nun einsehen, dass ihr Commissioner bei Diskriminierungsklagen gegen die Liga und ihre Teams nicht als Schiedsrichter fungieren kann. Wir freuen uns darauf, diese Ansprüche vor Gericht einzuklagen", hieß es in einer Stellungnahme der Anwälte.
Flores kam letztlich auf eine 24-25-Bilanz als Head Coach der Dolphins, hatte jedoch zwei Saisons am Stück mit positiver Bilanz, bevor er entlassen wurde. Flores verklagte letztlich die Denver Broncos, New York Giants und Houston Texans. Er hatte mit allen dreien Vorstellungsgespräche - mit den Broncos 2019 und den anderen beiden Teams 2022 nach seiner Entlassung in Miami.



































