Die Los Angeles Rams überraschten im NFL Draft mit ihrem Erstrundenpick. An 13. Stelle zogen sie Quarterback Ty Simpson aus dem Hut, den die meisten Experten nicht so hoch sahen. Ganz so überraschend kam der Pick jedoch nicht - zumindest für Simpson selber.
Ihr Interesse an Simpson hatten die Rams vor dem Draft bewusst geheim gehalten. Der Spielmacher von University of Alabama bestätigte am Montag in einem Radiointerview bei der "ESPN"-Show "Amber & Ian", dass es im Vorfeld sogar ein vertrauliches Treffen mit Head Coach Sean McVay gegeben habe.
Die Rams sicherten sich Simpson schließlich am Donnerstagabend mit dem 13. Pick – und sehen in ihm womöglich den künftigen Nachfolger von Matthew Stafford.
"Wir haben versucht, das so lange wie möglich unter Verschluss zu halten", erklärte Simpson. Zwar habe er gewusst, dass Interesse bestehe, doch die Verantwortlichen wollten keine Informationen nach außen dringen lassen. "Ich hatte einige geheime Treffen mit Coach McVay und habe einfach versucht, mich genau an die Vorgaben zu halten und niemandem etwas zu sagen."
NFL: Wird Simpson der Stafford-Nachfolger?
Unmittelbar nach seiner Auswahl hatte Simpson seine Kontakte zu den Rams noch heruntergespielt und von kurzen Gesprächen mit Scouts gesprochen. Nun räumte er ein, dass es deutlich intensiver zuging: Er habe sich vor dem Draft mehrere Stunden lang mit McVay ausgetauscht – ausschließlich über Football.
"Es war, als wäre ich ein Kind im Süßwarenladen", sagte Simpson. "Wir haben uns stundenlang über Spielzüge, Strategien und das Quarterback-Spiel unterhalten. Man merkt sofort, wie besessen er vom Spiel ist und wie sehr er diese Position liebt."
Trotz der hohen Draft-Investition stellte McVay klar, dass Stafford weiterhin unumstrittene Nummer eins bleibt. "Das ist Matthews Team", betonte der Coach. Erst wenn der Routinier seine Karriere beendet, könnte Simpson die Chance erhalten, in dessen Fußstapfen zu treten – und zwar "zu Matthews Bedingungen".



































