Die besten noch verfügbaren Spieler im NFL Draft
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Die besten noch verfügbaren Spieler im NFL Draft
Runde eins des NFL Draft ist in den Büchern, doch nun fängt die Talente-Auswahl erst so richtig an. Sechs weitere Runden stehen auf dem Programm und es gibt noch etliche interessante Spieler zu finden. sport.de stellt euch die besten noch verfügbaren Akteure vor.
Jermod McCoy - CB, Tennessee
McCoy muss noch an seiner Disziplin feilen, um gegen die Konkurrenz in der NFL bestehen zu können, aber er ist ein extrem reaktionsschneller Athlet mit den räumlichen Instinkten und den Ball-Skills, um in der Passverteidigung Big Plays zu erzwingen. Er ist zwar nicht der größte, doch dafür ein richtig guter Athlet, der auch gut vom Start weg beschleunigt. Seine Knieverletzung scheint die Teams aber abzuschrecken.
Emmanuel McNeil-Warren - S, Toledo
McNeil-Warren mag von einer kleinen Schule kommen, doch bringt er für seine Größe beachtlichen Speed mit. Er hat dadurch große Range, liest die Plays gut und ist immer schnell am Ballführenden dran. Er verfügt über gute Hände und hat dadurch sehr gute Ball-Skills, die er unter anderem mit einer spektakulären Interception gegen Central Michigan gezeigt hat.
Denzel Boston - WR, Washington
Er ist wahrscheinlicher einer der besten Possession-Receiver dieser Klasse. Er hat eine gute Statur, um outside wie inside zu spielen, Arme, die lang genug sind, und starke Hände, um nahezu alles zu fangen, was in seine Richtung geworfen wird. Er ist jedoch nicht allzu schnell und auch nicht unbedingt in engem Raum beweglich, um sich konstant vom Gegner zu lösen
TJ Parker - EDGE, Clemson
Er lebt im Backfield. Laut "The Athletic" waren 32,4 Prozent seiner Tackles am College "for Loss". Er bringt von der Statur her alles mit, was man bringt als Edge-Verteidiger in der NFL und setzt seine Hände gut ein, um sich gegen Blocker durchzusetzen. Aber er braucht einen Plan B, denn bislang ist er in seiner Technik noch etwas eindimensional unterwegs.
Colton Hood - CB, Tennessee
Er hat die nötige Armlänge und ist groß genug für einen Cornerback, allerdings ist er relativ schmal gebaut, was gegen körperlich starke Receiver zum Problem werden könnte. Er ist jedoch technisch sehr versiert, setzt seine Hände gut ein und glänzt daher in Press-Man-Coverage. Er "klebt" häufig am Receiver, obgleich es vorkommt, dass er zu Beginn einer Route auch mal Separation zulässt.
Avieon Terrell - CB, Clemson
Er ist nicht der Größte, spielt dafür aber sehr physisch und aggressiv. Er ist stark in Press-Man-Coverage, was ihn sicherlich für einige Teams wertvoll macht. Er ist zudem ein versierter Verteidiger gegen den Run und bringt ein gutes Auge für den Ball mit. In Off-Coverage war seine Reaktionszeit zuweilen aber nicht die Beste, was zu Problemen führte.
Kayden McDonald - DT, Ohio State
Er ist vor allem ein Run-Stopper, den man in der NFL dieser Tage vielerorts sucht. Er hat einen schnellen Antritt und ist äußerst produktiv durch die Mitte. Für ihn standen neun Tackles for Loss in seiner einzigen Saison als Starter zu Buche. Letzteres könnte jedoch dazu führen, dass man ihn langsam heranführt, auch wenn er sicherlich in frühen Downs eine Rolle finden wird.
Cashius Howell - EDGE, Texas A&M
Er spielt schnell, kann Blocker mit seiner Wendigkeit aus dem Konzept bringen und bringt auch gute Instinkte mit, wenn es darum geht, auch mal einen Pass aus der Luft zu schlagen. Er findet Lücken und kommt konsequent zum Quarterback durch. Allein in seiner letzten Saison hat er elf Sacks gesammelt, zudem waren es unterm Strich 14,5 Tackles vor Loss.
Chase Bisontis - OG, Texas A&M
Ein Schrank, der trotz seiner Statur recht beweglich ist, seine Hüften gut einsetzt und extrem stark ist. Er hat mal Squats mit 705-Pfund-Gewicht (rund 320 kg) hingelegt. Er verbringt viel Zeit im Kraftraum und ist versiert in Man und Zone Blocking Schemes. Er hat in drei Jahren in College Station nur drei Spiele - als Sophomore 2024 - mit einer Knöchelverletzung verpasst.
CJ Allen - LB, Georgia
Bringt alle Anlagen mit, um eine Tackle-Maschine in der NFL zu sein. Ziemlich schnell und mit guter Technik. Er behält den Ball stets gut im Auge und ist unerbittlich. Was ihm fehlt, ist jedoch natürlicher Flow in Coverage, wo er zuweilen zu zögerlich wirkt und woran er arbeiten muss. Bemerkenswert: er ist auf dem Feld äußerst diszipliniert und hat in 41 Spielen am College keine einzelne Penalty kassiert.
Zion Young - EDGE, Missouri
Er hat die körperlichen Anlagen und die Power, um die Edge zu setzen. Er ist stark gegen den Run und kann sich mit Power durchsetzen, um zur Pocket durchzudringen. Allerdings fehlt es ihm an Schnelligkeit, um wirklich eine große Hilfe im Pass Rush zu sein. Im Run Game kann er eine Bank sein, aber von einem Edge-Verteidiger erwartet man ja in der Regel etwas mehr.
Jacob Rodriguez - LB, Texas Tech
Er war früher Quarterback und wurde bei Texas Tech zum Off-Ball Linebacker umfunktioniert. Er bringt große Übersicht und Spielintelligenz mit und versteht es vor allem, Plays zu machen und Turnover zu forcieren. In seinen vier Jahren in Lubbock erzwang er starke 19 davon.
Germie Bernard - WR, Alabama
Er ist vor allem zuverlässig, hat sehr sichere Hände, eine gute Größe für diese Position und überdurchschnittlichen Speed. Er wird keine spektakulären Plays machen, doch sein Floor ist so hoch, dass man einfach mit ihm als Starter von Woche 1 an planen kann.
R Mason Thomas - EDGE, Oklahoma
Er verfügt über einen recht kompakten Frame und wird vermutlich muskeltechnisch nicht mehr viel zulegen können. Doch dafür ist er vom Start weg sehr schnell und aggressiv im direkten Duell. Er ist sehr beweglich und damit schwer zu fassen. Er wird vermutlich hauptsächlich als Speed-Rusher eine gute Rolle in der NFL spielen können.
Christen Miller - DT, Georgia
Miller ist ein klassischer Run Stopper. Er hat einen massigen Körper und ist schwer aus dem Weg zu räumen. Vermutlich wird er hauptsächlich in frühen Downs und Short-Yardage-Situationen als Nose Tackle eingesetzt werden.
Brandon Cisse - CB, South Carolina
Cisse ist erstmal vor allem ein Projekt. Er bringt sehr guten Speed und Beweglichkeit mit. Allerdings muss er sich technisch noch verbessern und vor allem besser darin werden, Routes zu erkennen. Doch wenn ihm das eines Tages konstant gelingt, dann kann er ein sehr guter Cover-Corner werden mit seinen Anlagen.
Emmanuel Pregnon - OG, Oregon
Er bringt die perfekte Statur für einen NFL-Guard mit - breite Schultern, breite Hüften, massiver Oberkörper - und die nötige Power. Zudem ist er vom Start weg äußerst explosiv. Er sammelte über vier Jahre als Starter für Wyoming, USC und zuletzt Oregon sehr viel Erfahrung und hatte 2025 seine beste Saison - laut "PFF" ließ er nur einen Sack zu.
Chris Bell - WR, Louisville
Groß, stark und explosiv. Er spielt outside und kann, wenn er sich noch weiter entwickelt, zu einem verlässlichen X-Receiver werden, die heutzutage nur schwer zu finden sind. Er hat gute Hände und zeigt gute Instinkte, muss aber noch disziplinierter im Route Running werden. Er kommt von einem Kreuzbandriss zurück, weshalb unklar ist, wann genau er eingreifen kann.
Anthony Hill Jr. - LB, Texas
Spielte Mike-Linebacker und bringt die nötige Länge und Range mit, gepaart mit sehr gutem Speed, um in der NFL als 3-Down-Linebacker zu bestehen. Allerdings muss er sich technisch noch verbessern und sein Bewegungsablauf könnte noch flüssiger sein. Zudem ist er manchmal zu unsicher, wenn er den Ballführenden attackiert. Wird ein wenig Entwicklungszeit benötigen.
Eli Stowers - TE, Vanderbilt
Der frühere Quarterback stellte beim NFL Combine Rekorde für Tight Ends im Broad Jump (3,43 m) und im Vertikalsprung (1,16 m) auf. Für seine Größe überzeugt er mit hoher Beweglichkeit, starkem Antritt und Explosivität. Zudem verfügt er über eine große Fangreichweite wie ein Wide Receiver und ist eine vertikale Anspielstation. Schwächen zeigt er jedoch im Blocking.
Zachariah Branch - WR, Georgia
Branch überzeugte im College mit starkem Antritt, hoher Agilität und vielen Big Plays (40 First Downs 2025). Er kann sich schnell von Verteidigern lösen, stoppt und beschleunigt explosiv. Robust gegen Verteidiger, aber noch ausbaufähig im Route Running. Bringt zudem Value als Returner, auch wenn seine Größe ihn etwas limitiert.
Chris Brazzell II - WR, Tennessee
Brazzell wurde zuletzt ins First-Team All-SEC gewählt (62 Receptions, 1.017 Yards, 9 TDs). Er überzeugt mit überraschend gutem Antritt und langen Schritten, die schnell Raumgewinn bringen. Seine Richtungswechsel sind noch ausbaufähig, aber er beweist eine gute Balance und Körperkontrolle bei schwierigen Catches. Weniger physisch, dafür stark bei tiefen Pässen.
Gabe Jacas - Edge, Illinois
Der frühere Wrestling-Champion Jacas überzeugt mit starkem Hebel, wodurch er viel Power erzeugt und die Pocket nach hinten drückt. Er nutzt seine Hände effektiv, um Blocks zu lösen und arbeitet auch nach dem ersten Move konsequent weiter. Im Laufspiel setzt er dank Größe und Länge die Edge stabil. Seine größte Stärke bleibt jedoch der Pass Rush mit Technik und hohem Einsatz.
Keionte Scott - CB, Miami
Scott ist ein Nickelback mit guten Instinkten in Man- und Zone-Coverage. In der Zone liest er Routen stark und attackiert im richtigen Moment. Er spielt aktiv durch die Hände des Receivers und bleibt bis zum Ende dran. Gelegentlich wirkt er zu statisch. Gegen den Lauf ist er produktiv (64 Tackles) und zeigt Reichweite, auch wenn er teils nur an den Beinen tackelt.
Gennings Dunker - OT, Iowa
Dunker ist ein herausragender Zone-Blocker, der Edge-Verteidiger erreicht und aus dem Spiel nimmt sowie Defensive Tackles auf der Backside effektiv blockt. Er wählt gute Winkel und arbeitet sauber auf das zweite Level. In Pass Protection überzeugt er mit stabilem Anker und guter Handplatzierung. Trotz Einsätzen als Tackle dürfte seine Zukunft eher auf Guard liegen.