Die Los Angeles Rams gehen schon jetzt als einer der Favoriten in die neue Saison. Doch auch sie haben noch Raum für Verbesserungen. sport.de zeigt, wie sie sich im NFL Draft 2026 weiter verstärken können.
Einen Muffed Punt. Bzw. einen Wimpernschlag waren die LA Rams im Vorjahr vom Einzug in den Super Bowl entfernt. Das Team aus Los Angeles galt ohnehin bereits als eines der komplettesten Roster in der gesamten Liga. In der Offseason hat General Manager Les Snead die größte Schwachstelle der Mannschaft bereits ausgebessert.
Mit Trent McDuffie und Jaylen Watson kommen gleich zwei Cornerbacks von den Kansas City Chiefs. Sie sollen dafür sorgen, die Lücken in der Secondary zu schließen und dem guten Pass Rush der Rams künftig wieder mehr Zeit zu geben.
Damit geht einer der Topfavoriten der NFL ohne wirklichen Need in die diesjährige Draft. Eine Luxussituation!
Allein durch diese Ausgangssituation kann beim Draft der Rams in diesem Jahr alles passieren. Die Mannen von der Westküste scheuen sich nicht, auch aggressiv nach oben zu traden. Und sollten sie die Chance auf einen der Top-Receiver wie Carnell Tate haben, kann ich mir solch einen Move auch vorstellen. Nichtsdestotrotz verfügt General Manager Les Snead in den ersten fünf Runden in diesem Jahr nur über drei Picks.
Diese Konstellation vorausgesetzt, gepaart mit einer eher schwächeren Draft-Klasse, wäre ein Down-Trade aus meiner Sicht die sinnvollste Option in Runde 1. Gute Tackle und Wide Receiver sollten an Pick 13 noch zu haben sein. Die Lions und Steelers, sowie die Jets und Panthers könnten ein guter Trade-Partner sein. Da offenbar in diesem Jahr sehr vielen Teams ein Down-Trade empfohlen wird, lassen wir auch diese Variante in diesem Mock Draft aus und beschäftigen uns lediglich mit den vorhandenen Picks.
Den NFL Draft 2026 seht Ihr ab dem 24. April um 1 Uhr live bei NITRO und RTL+ for free!
NFL Team Mock Draft: Los Angeles Rams
Runde 1 - 13. Pick: Monroe Freeling - OT, Georgia
Viele Analysten schreiben den Rams einen Pass-Empfänger beim ersten Pick zu. Wenn das Board nicht glücklich fällt, glaube ich nicht, dass sie sich mit Pick 13 und der zweiten Garde zufriedengeben. Sprich, ein Makai Lemon scheidet hier beispielsweise für mich aus. Zudem picken die Rams früh im Draft quasi NIE einen Spieler, zu dem es zuvor eine öffentliche Verbindung gegeben hat. Lemon hatte einen Besuch mit den Rams, die aus meiner Sicht hier einen klassischen Smoke Screen fabrizieren. Und Tate ist hier bereits vom Board.
Daher: Freeling hat mit 2,01 Metern und langen Armen ideale Maße für einen NFL-Tackle. Er ist sehr beweglich für seine Größe und passt am besten in ein Zone-Blocking-Scheme. Gegen schnelle Pass-Rusher kann er dank seiner Athletik gut bestehen.
Allerdings ist er noch ziemlich roh: ihm fehlt Kraft, seine Hände sind oft zu langsam und er reagiert manchmal zu spät. Wegen seiner Größe spielt er oft zu aufrecht und hat dadurch Probleme im direkten Power-Spiel. Es ist allerdings auch erst 21 Jahre jung.
Kurz: großes Potenzial, auch wenn noch Feinschliff notwendig sein wird. In einer All-In-Saison brauchen die Rams Tiefe in der O-Line, um Stafford ausreichend Schutz zu geben. Das schaffen sie durch diesen Pick. Und für die Zukunft haben sie im Idealfall ihren neuen Left Tackle für Jahre gesichert.
Runde 2 - 61. Pick: Elijah Sarratt – WR, Indiana
Wenn die Rams ihren "My-Guy" auf Wide Receiver in Runde 1 nicht erhalten, werden sie in Runde 2 darauf gehen. Mit Elijah Sarratt finden sie eine Anspielstation, die mich ein wenig an Cooper Kupp erinnert.
Auch er hatte im College noch Probleme, Separation zu kreieren. Vor allem gegen Man- und Press-Coverage. Dafür kommt er als exzellenter Zone-Beater mit sehr sicheren Händen, einem enormen Einsatz und einer starken Contested-Catch-Rate daher. In den richtigen Umständen, und die sollte er unter Sean McVay vorfinden, kann er sich in der NFL zu einem High-Volume-Receiver entwickeln. Die beste Rolle für ihn wäre wie bei Kupp: Big Slot.
| # | Team | Team | |
|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Raiders | Las Vegas Raiders |
| 2 | ![]() | Jets | New York Jets |
| 3 | ![]() | Cardinals | Arizona Cardinals |
| 4 | ![]() | Titans | Tennessee Titans |
| 5 | ![]() | Giants | New York Giants |
Runde 3 - 93. Pick: Malik Muhammad – CB, Texas
Ja, die Rams haben in der Offseason bereits zwei Corner geholt. Aber sie haben sich auch von vier Spielern auf dieser Position getrennt. Damit die alte Schwäche nicht direkt die neue wird, holen sie mit Muhammad sofort einen Backup hinterher.
Muhammad ist ein starker Cover-Corner, obwohl eher schmal gebaut. Er kann sowohl eng am Receiver spielen als auch mit etwas Cushion und liest dabei die Routes richtig gut. Vor allem in Zone-Coverage macht er wenig Fehler und ist auf allen Ebenen des Feldes sehr aufmerksam.
Gegen große, körperliche Receiver hat er manchmal Probleme und wird am Catch Point auch mal weggedrückt. Als Tackler ist er solide, auch wenn ihm manchmal die Power fehlt, um Ballträger sofort zu stoppen.
Runde 6 - 207. Pick: Robert Spears-Jennings – S, Oklahoma
Mehr Futter für die Secondary! Spears-Jennings bringt die Größe und Härte mit, die man von einem NFL-Safety sehen will. Gegen den Lauf spielt er aggressiv und geht schnell nach vorne. Wenn er richtig zum Ball kommt, tackelt er auch ordentlich.
Problem: Er nimmt oft schlechte Winkel und hat nicht immer die beste Körperkontrolle, dadurch verpasst er hin und wieder Tackles. In Coverage hat er zwar gute Anlagen, wirkt aber in Manndeckung und aus tiefer Position oft etwas orientierungslos.
Seine Athletik und seine Qualitäten in den Special Teams dürften ihm aber erstmal einen Platz als Backup verschaffen.
Runde 7 - 232. Pick: Micah Morris – OG, Georgia
Morris bringt eine gute Mischung aus Spielverständnis, Kraft und Beweglichkeit mit. Er ist stark im Oberkörper und bewegt sich für seine Größe überraschend gut.
Allerdings spielt er oft zu aufrecht und setzt seine Hände nicht sauber ein. Dazu ist sein Stand manchmal zu schmal, wodurch schnelle Pass Rusher an ihm vorbeikommen können. Durch seine breite Statur ist er trotzdem schwer zu überwinden.
Wenn er etwas Gewicht verliert und dadurch schneller und sauberer in seinen Bewegungen wird, hat er Chancen in der NFL.

Runde 7 - 251. Pick: Jimmy Rolder – LB, Michigan
Wenn man von den großen Löchern im Kader absieht, haben die Rams durchaus Bedarf an O-Linern (4 von 5 Starting Linemen sind 2027 ohne Vertrag) und eben auch an einem Linebacker. Einzig die wenigen hohen Picks verhindern, dass sie hier ihre kleinen Löcher besser gestopft bekommen. In Runde 7 versuchen sie hier einen Shot auf Rolder, der deutlich reifer spielt, als man von einem Linebacker mit nur einem Jahr als Starter erwarten würde. Gegen den Lauf ist er richtig stark: Er bleibt tief, arbeitet hart mit den Händen und findet schnell den Weg zum Ballträger.
Er bewegt sich clever durch Traffic, reagiert gut und tackelt extrem sauber und konstant - da gehört er zu den Besten dieses Draft. In Coverage und beim Long Speed sieht es dagegen nicht mehr ganz so prall aus.
Wenn man sich nicht von seiner geringen Erfahrung abschrecken lässt, hat er das Zeug zum späteren NFL-Starter als Inside Linebacker.
Runde 7 - 252. Pick: Kaden Wetjen – Wide Receiver, Iowa
Wetjen ist vor allem als Returner interessant. Bei Punt Returns kann er jederzeit für ein Big Play sorgen, weil er oft den ersten Tackler aussteigen lässt und sich mit viel Übersicht übers Feld bewegt.
Als Receiver oder Running Back ist er höchstens für spezielle Spielzüge gedacht - etwa kurze Pässe, Jet Sweeps oder schnelle Screens. Sein direkter NFL-Weg führt erstmal nur über das Special Team.



































