Weichenstellung für die Zukunft: Uros Velepec und Tobias Torgersen bleiben bis zum Ende des Olympiazyklus 2030 Trainer der polnischen Biathlon-Nationalmannschaft. Das wurde am Donnerstag von Verbandsseite offiziell bestätigt.
Der Slowene Uros Velepec (Männer) und der Norweger Tobias Torgersen (Frauen) haben ihre Verträge als polnische Nationaltrainer bis 2030 verlängert.
"Wir setzen unsere Zusammenarbeit fort, weil sie Früchte trägt. Die Ergebnisse sind gut, sogar sehr gut. Die Biathleten machen Fortschritte, und das ist ein entscheidender Faktor", wurde Joanna Badacz, Präsidentin des Polnischen Biathlonverbandes, in einer Pressemitteilung zitiert.
In der vergangenen Saison hatten die Biathletinnen und Biathleten aus Polen durchaus solide Ergebnisse erzielt, insbesondere Joanna Jakiela (Sechste im Sprint von Östersund), Top-Talent Grzegorz Galica, Jan Gunka und Natalia Sidorowicz.
Auf die beiden Hoffnungsträger im Trainerteam wartet jede Menge Arbeit, schließlich läuft die Kaderauswahl für die kommende Saison bereits. Erste Trainingsgruppen werden zusammengestellt, die endgültigen Entscheidungen sollen auf der Vorstandssitzung am 29. April fallen.
Velepec war vor seiner Anstellung in Polen beim Deutschen Skiverband als Herren-Bundestrainer tätig. Nach der Weltmeisterschaft 2025 in Lenzerheide legte er sein Amt überraschend nieder, Tobias Reiter wurde sein Nachfolger.
Polnisches Biathlon soll "aus dem Schatten treten"
Bei seinem Start als Coach der polnischen Auswahl hatte Velepec angedeutet, wohin der Weg in den nächsten Jahren führen soll.
"Ich kann das Potenzial sehen. Es wird nicht einfach sein, es ist ein langer Prozess, aber wir wollen aus dem Schatten treten und zeigen, dass es auch Polen kann", sagte der Slowene damals. Erste Erfolge waren im vergangenen Winter sichtbar.
Wie die Saisonziele für 2026/2027 aussehen, haben weder Velepec noch Torgersen bislang konkret mitgeteilt. Beide wollen dem Vernehmen nach zunächst abwarten, wie ihre jeweiligen Kader aussehen, ehe sie sich festlegen.
