Mit 36 Weltcupsiegen, fünf WM-Goldmedaillen, fünf Siegen bei der Vierschanzentournee und zwei Erfolgen im Gesamtweltcup zählt Janne Ahonen zu den prägendsten Sportlern in der Geschichte des Skispringens. Nun hat sich die 2018 zurückgetretene Ikone unter anderem zu den strengeren Regelkontrollen geäußert.
Bei der Nordischen Ski-WM 2025 erschütterte ein Manipulationsskandal um das norwegische Team die Skisprung-Welt. Es folgten Disqualifikationen, Suspendierungen - und vor allem eine klare Verschärfung der Regeln und der Kontrollen durch die FIS. Janne Ahonen erklärte gegenüber "Fondo Italia" nun, dass er glaube, man befinde sich auf einem guten Weg, der Finne sieht aber auch mögliche Probleme.
"Es scheint, als wären wir auf dem richtigen Weg. Die Kontrollen sind fairer als noch vor ein oder zwei Jahren", lobt Ahonen, äußert jedoch auch Bedenken: "Die Verkleinerung der Anzüge bedeutet höhere Geschwindigkeiten, und das könnte die Sprünge unsicherer machen. Das ist ein großes Fragezeichen."
Ein Sportler, dessen starke Saison von einem schweren Sturz beim Skifliegen von Vikersund getrübt wurde, ist der junge Pole Kacper Tomasiak.
Skisprung-Ikone lobt Polens "außergewöhnliches" Mega-Talent
Der 19-Jährige, der bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo Bronze von der Großschanze sowie Silber von der Normalschanze und im Super-Team gewinnen konnte, landete bei schwierigen Windverhältnissen nach 192 Metern scheinbar sicher, rutschte dann aber weg, verlor bei hoher Geschwindigkeit seinen rechten Ski und kam zu Fall. Schlimmere Verletzungen blieben zum Glück aus, der Senkrechtstarter beendete seine Saison vorsichtshalber dennoch frühzeitig.
Ahonen sieht im Youngster allerdings einen der Springer, die die Zukunft des Sports mitbestimmen können: "Er ist ein großes Talent. Er hatte eine außergewöhnliche Saison, abgesehen von dem Sturz im Finale", so der 48-Jährige.
