Die Nächste, bitte: Die Norwegerin Marit Ishol Skogan hat ihren sofortigen Rücktritt erklärt und bei den nationalen Meisterschaften in Os das letzte Biathlonrennen ihrer Karriere absolviert.
Ende 2023 schrieb Marit Ishol Skogan ein ganz besonderes Biathlon-Märchen, als sie als hauptberufliche Einzelhandelskauffrau den Sprung in den norwegischen Weltcup-Kader schaffte und in der Verfolgung von Lenzerheide sensationell auf das Podest lief.
Die Monate und Jahre danach waren für die heute 27-Jährige allerdings ein sportlicher Albtraum. Skogan konnte sich nie im A-Aufgebot festsetzen und zeigte auch im IBU-Cup nicht genug, um sich eine weitere Chance in der ersten Liga zu verdienen. Aus diesem Grund zieht sie nun den Schlussstrich.
Darum beendet Skogan ihre Biathlonkarriere
Bei den norwegischen Meisterschaften in Os habe sie sich selbst eine letzte Chance gegeben, den Spaß und die Motivation noch einmal zurückzuerlangen. "Ich hatte gehofft, ich würde den Drang spüren, endlich wieder Rennen laufen zu wollen", sagte sie der Zeitung "Trønder-Avisa".
"Leider gab es dieses Gefühl nicht", ergänzte Skogan, die ihren Start rückblickend sogar bereut. "Es hat sich nicht richtig angefühlt, zu starten. Es ist vorbei", sagte die Norwegerin, die sich nun voll und ganz auf ihren "normalen" Job konzentrieren will.
"Ich bin mit meinem Job als Personal Assistant sehr glücklich, weil ich endlich anderen helfen kann. Wenn man Höchstleistungssport betreibt, wird man ein bisschen selbstsüchtig. Ich möchte Dinge für andere Menschen tun, nicht nur für mich selbst", begründete sie ihren Abschied von der Biathlon-Bühne.
Vom Weltcup zurück in den IBU-Cup
Skogan war zu Beginn der Saison 2023/24 mehr oder weniger aus dem Nichts im norwegischen Weltcup-Kader aufgetaucht und hatte in ihrem ersten Rennen überhaupt direkt den zehnten Platz belegt.
Mit einem starken ersten Trimester verdiente sie sich einen Startplatz bis zum Saisonende, doch mit Beginn des Jahres 2024 blieben weitere Top-Resultate aus. Zur Saison wurde sie zurück in den IBU-Cup gestuft, wo sie nie richtig Fuß fasste und im Januar diesen Jahres ihr letztes internationales Rennen lief.
