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Patriots-Funktionär findet Erklärung

Darum war Campbell so schwach im Super Bowl

Will Campbell hatte einen schweren Stand im Super Bowl
Will Campbell hatte einen schweren Stand im Super Bowl
Foto: © IMAGO/Ian Johnson/Icon Sportswire
25. Februar 2026, 10:14
sport.de
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Trotz seiner schwachen Auftritte in den Playoffs und der schlimmen Vorstellung in Super Bowl LX haben die Verantwortlichen der New England Patriots keine Gelegenheit ausgelassen, zu betonen, dass Will Campbell ihr Left Tackle in der NFL bleiben wird. Nun äußerte sich Funktionär Eliot Wolf zu den Gründen dafür.

Wolf sprach am Dienstag mit Reportern am Rande der NFL Scouting Combine in Indianapolis/Indiana über Campbell, den er im vergangenen Draft mit dem vierten Pick insgesamt gezogen hatte. Als Hauptgrund für seine schwachen Vorstellungen am Saisonende nannte der Executive Vice President of Player Personnel vor allem die Knieverletzung Campbells aus dem November - ein Riss des Innenbandes. 

"Als er von dieser Verletzung zurückkam, habe ich persönlich nicht mehr die gleiche Kraft im Unterkörper gesehen, die man vor der Verletzung bei ihm wahrgenommen hat. Ich denke, das Videomaterial belegt das", sagte Wolf. "Er hatte wahrscheinlich drei seiner vier schlechtesten Spiele in den Playoffs. Davor fand ich, dass Will das ganze Jahr über wirklich gut gespielt hat."

Besonders im Super Bowl war Campbell das wohl schwächste Glied einer überforderten Offensive Line. Je nach Quelle hat Campbell alleine acht ("PFF") oder sogar 14 ("Next Gen Stats") Pressures gegen die Seahawks zugelassen. Quarterback Drake Maye stand unter Dauerbeschuss und steckte schließlich sechs Sacks ein und warf zwei Interceptions. 

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Campbell lässt Verletzung nicht als Ausrede gelten

Laut "ESPN" wird Campbell nun jedoch keine Operation benötigen und soll mit konventioneller Reha wieder zu alter Stärke finden. Auch wird erwartet, dass er am freiwilligen Offseason-Programm New Englands ab Mitte April teilnehmen kann. 

Campbell selbst sagte wenige Tage nach dem Super Bowl: "Es war offensichtlich nicht bei 100 Prozent. Wenn man sich ein Band im Knie reißt, wird es nicht mehr so sein wie vorher. Aber ich war gesund genug, um zu spielen. Ich werde nicht sagen, dass es mich behindert hat."

Wolf fuhr fort: "Ich weiß, dass jeder über die Armlänge spricht, aber er verfügt über Fähigkeiten, die es ihm ermöglichen, trotz dieser Armlänge zu bestehen. Er ist extrem schnell beim Antritt aus seinem Stand. Er ist technisch versiert. Er nimmt immer mehr verschiedene Pass-Protection-Techniken in sein Repertoire auf, mit denen er unterschiedliche Pass-Rushes kontern kann. Und noch einmal: Er ist erst 22 Jahre alt, und wir erwarten von ihm ebenfalls noch weitere Steigerungen."

Eine weitere Schwachstelle in der O-Line war derweil Rookie-Guard Jared Wilson, womit die Patriots das erste Team wurden, dass mit zwei Rookies in der Offensive Line im Super Bowl starteten. "Ich denke, bei ihm sind wir für alles offen", sagte Wolf. "Er hatte zuvor noch nie auf der Guard-Position gespielt. Er hatte gute und schlechte Momente, aber er besitzt definitiv die physischen Voraussetzungen, um dort zu spielen. Außerdem bringt er die Spielintelligenz und die kommunikativen Fähigkeiten mit, um als Center aufzulaufen. Das sind also Gespräche, die wir intern noch führen."

Möglich, dass er nach einem Jahr als Guard nun auf seine natürliche Center-Position zurückkehrt, die er am College von Georgia gespielt hat. In dem Fall wäre eine Entlassung von Garrett Bradbury die logische Folge.

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