Während die Vorbereitung auf die kommende Biathlon-Saison immer mehr Fahrt aufnimmt, wirft der italienische Skijäger Tommaso Giacomel bei einem anderen Sportevent einen Blick vorbei. Beim Radsport-Highlight Giro d'Italia nutzt der 26-Jährige die Gelegenheit für eine humorvolle Video-Botschaft an einen bisherigen Konkurrenten.
Am vergangenen Freitag musste Tommaso Giacomel in den Dolomiten an Emilien Jacquelin denken. Auf Einladung der Social-Media-Kanäle des Giro, die 19. Etappe zu kommentieren, sandte der Italiener eine Video-Botschaft an seinen französischen Rivalen und Freund, der aufgrund einer kürzlich erlittenen Schlüsselbeinverletzung fehlte.
"Ich hatte gehofft, dich hier beim Giro zu sehen", witzelte Giacomel und ergänzte: "Ich weiß nicht, ob wir uns nächste Saison wieder im Schnee begegnen werden oder ob ich zur Tour de France kommen muss, um dich anzufeuern."
Hintergrund: Im Frühjahr hatte der zweifache Weltmeister Jacquelin beschlossen, eine vorübergehende Auszeit vom Biathlon zu nehmen, um sich im Rahmen der "NewGen"-Initiative von Decathlon-CMA CGM im Radsport zu versuchen. Das Programm ist auf sechs Monate ausgelegt, wie es danach weitergeht, ist offen.
Einen Rückschlag erlitt Jacquelin Anfang Mai, als er sich bei einem Sturz mit dem Rad das Schlüsselbein brach. Im Anschluss musste der 30-Jährige unters Messer und ist seither zum Zuschauen verdammt.
Biathlon-Stars mit großer Radsport-Begeisterung
Giacomels Botschaft für Jacquelin kommt nicht von ungefähr: Während der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo begeisterte der Franzose die italienischen Fans durch seine offene Bewunderung für Marco Pantani. Von allen Seiten setzte es dafür großes Lob.
Auch Giacomel pflegt eine enge Beziehung zum Radsport. Auf die Frage, mit welchen Fahrern er am liebsten eine gemeinsame Ausfahrt unternehmen würde, nannte er unlängst Luca Vergallito, der in diesem Jahr für das Team Alpecin-Premier Tech seinen ersten Giro bestritt. Ein weiterer Kandidat wäre sein enger Freund Marco Frigo.
