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"Kann dich in Teufels Küche bringen"

Biathlon-Newcomer packt über irres Wechsel-Wirrwarr aus

Einar Hedegart wird sich im Biathlon versuchen
Einar Hedegart wird sich im Biathlon versuchen
Foto: © IMAGO/Terje Pedersen
30. Mai 2026, 07:27
sport.de
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Erst brachte sich Langlauf-Olympiasieger Einar Hedegart für einen Wechsel zum Biathlon in Stellung, dann sagte er dem Verband doch ab, ehe er sich für eine erneute Kehrtwende entschied und nun doch sein Glück bei den Norge-Skijägern versucht. Nachdem zuletzt bereits bekannt wurde, dass Ole Einar Bjørndalen maßgeblich an der Entscheidung beteiligt war, kamen nun weitere Hintergründe ans Licht.

Einar Hedegart hielt die Wintersport-Welt im Frühjahr auf Trab. Nachdem er bei den Olympischen Winterspielen 2026 zwei Goldmedaillen im Langlauf gewonnen hatte, entschied sich der 25-Jährige nach vielen Diskussionen letztlich für den Schritt zum Biathlon. Für den Norweger ein "großes Risiko", wie er im Gespräch mit "TV2" verriet und offenbar nur einging, weil er sich finanziell absichern konnte.

"Wenn man das Gefühl hat, dass die Rahmenbedingungen nicht ganz stimmen, dann kann dich das in Teufels Küche bringen. Ich kann Mama und Papa irgendwie nicht mehr um Geld bitten", stellte der Langlauf-Olympiasieger von 2026 klar. Weil er allerdings mit dem NORSAN, ein norwegisches Unternehmen für Omega-3-Produkte, und Energiekonzern Eidsiva zwei große Sponsoren für sich und den Verband gewinnen konnte, folgte die Wechselentscheidung.

Biathlon: Hedegart hat "einen enormen Wert"

So laufe es "finanziell schon deutlich besser und einfacher", erklärte Hedegart: "Da ist es für mich ein 'No-Brainer'. Da habe ich den Rahmen dafür. Alles ergab Sinn, als wir uns zusammensetzten, ein bisschen mehr redeten und auch Gegenforderungen stellten. Da wurde ein Wechsel extrem gut und attraktiv." Auch bei Eidsiva ist man von den Rahmenbedingungen der Vereinbarungen begeistert.

"Wir haben Kontakt zum Verband aufgenommen und deutlich gemacht, dass wird Einar in eine Situation bringen wollen, wo er Biathlet sein kann", sagte Kommunikationsdirektor Nils Kristian Myhre: "Es war uns wichtig, die Voraussetzungen so zu gestalten, dass es möglichst wenige Argumente für eine Zukunft als Langläufer hat. Nach Gesprächen mit ihm sind wir überzeugt, dass er genau der Typ ist, den wir uns erhofft hatten."

Und auch dem norwegischen Biathlon-Verband bringt Hedegart mit seinem Wechsel einen "enormen Wert", so Sportchef Lars Mæland: "Wir müssen diesen Wert bewahren und in Zukunft richtig einsetzen." Wie sehr Hedegart und der norwegische Verband in Zukunft von den Unternehmen finanziell unterstützt werden, ist nicht bekannt.

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