Enzo Bouillet hat aufregende Monate hinter sich. Nachdem junge Biathlet im Dezember für seinen ersten Junior Cup nominiert worden war, glänzte er dort mit einem zweiten Platz im Massenstart in Goms und einem anschließenden Sieg in der Staffel in Martell-Val Martello. So beurteilt der 19-Jährige seinen Winter.
"Für mich war das wirklich eine Premiere", erinnerte sich Enzo Bouillet im Interview mit dem "Nordic Magazine" an sein erstes Rennen: "Ich bin dorthin gefahren, um neue Erfahrungen zu sammeln und Spaß zu haben." Er habe sich selbst "nicht zu sehr unter Druck gesetzt" und dann "festgestellt, dass die Ergebnisse ziemlich gut ausfielen".
Körperlich spürte der Skijäger die veränderte Belastung allerdings deutlich. "Ich war nach sechs Rennen in weniger als zehn Tagen völlig erschöpft", gestand Bouillet. So sehr, dass er nicht an seine vorherigen Leistungen anknüpfen und sich in der Folge kein Ticket für die U21-Weltmeisterschaften am Arber sichern konnte.
Ein Rückschlag für Bouillet, für den es zuvor fast nur bergauf gegangen war. "Podestplätze habe ich vor allem wegen meiner Schießleistung verpasst", resümierte er selbstkritisch.
"Einfach riesig": Biathlon-Juwel freut sich über Kader-Aufnahme
Doch der talentierte Biathlet schüttelte sich kurz, legte eine Denkpause ein und startete dann bei den französischen Meisterschaften in Peisey-Vallandry, wo er in Sprint und Verfolgung prompt zwei Siege einheimste.
Für Bouillet ein entscheidender Moment in seiner Karriere, brachte ihm dieser Erfolg doch einen Platz in der renommierten Fördergruppe "Excellence 2030" für die Saison 2026/2027 ein. Beim nationalen Verband hatte er bleibenden Eindruck hinterlassen.
"Das war wirklich das große Saisonziel, und die Aufnahme in die Gruppe zu schaffen, ist einfach riesig", freute sich der 19-Jährige. Dies sei für ihn "mehr als nur eine weitere Etappe".
Und langsam wird es ernst: In dieser Woche wird der Youngster seine neue Mannschaft im Rahmen des ersten Trainingslagers der Vorbereitung kennenlernen, das in Premanon stattfindet.
