Nach einer überaus enttäuschenden Saison 2025/2026 wollen die deutschen Biathletinnen und Biathleten im kommenden Winter wieder angreifen. Dass sich das Gesicht der Nationalteams zumindest in Teilen ändern wird, steht bereits fest. Nun hat DSV-Sportdirektor Bernd Eisenbichler sogar schon erste gesetzte Starterinnen und Starter für den Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolahti am 29. November bestätigt.
Bei den Frauen sicherten sich Janina Hettich-Walz, Julia Tannheimer und Vanessa Voigt dank ihrer Leistungen in der vergangenen Saison ihr Ticket, bei den Männern haben sich Philipp Nawrath, Philipp Horn und Justus Strelow ebenfalls direkt qualifiziert, wie DSV-Sportdirektor Bernd Eisenbichler im Podcast "Extrarunde" verriet.
Die verbleibenden Startplätze werden im Rahmen interner Ausscheidungen vergeben, die kurz vor Saisonbeginn stattfinden. Laut Eisenbichler kommen dafür weiterhin alle Athletinnen und Athleten der Lehrgangsgruppen A und B infrage.
Der Funktionär nutzte die Gelegenheit, für mehr Vertrauen und Optimismus zu werben. "Ich kann nur allen Fans mitgeben, dass es überhaupt keinen Grund gibt, jetzt an den Biathlon-Untergang zu glauben", verdeutlichte Eisenbichler.
Historisch schlechte Biathlon-Bilanz für Deutschland
2025/2026 hatten die DSV-Stars keinen einzigen Einzelsieg im Weltcup gelandet - ein historischer Tiefpunkt für das deutsche Biathlon. Durch das Karriereende von Franziska Preuß entsteht zudem ein Vakuum im Frauenteam, das erst noch gefüllt werden muss.
"Gekrönt" wurde die Horror-Bilanz vom Abschneiden bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo, bei denen lediglich die deutsche Mixed-Staffel mit Bronze eine Medaille erringen konnte. Die Kritik im Anschluss war entsprechend scharf.
Dennoch hat Eisenbichler keine Lust auf die allgemeine Krisenstimmung rund um den DSV. In den nächsten Wochen soll der Grundstein für eine erfolgreichere Zukunft gelegt werden. Erste Kader-Entscheidungen sind bereits gefallen, weitere sind vom Verlauf der Vorbereitung abhängig.
