Der neue Trainer der norwegischen Biathlon-Herren Patrick Oberegger legt bei seiner Arbeit einen anderen Schwerpunkt als sein Vorgänger Egil Kristiansen.
Norwegens Biathlon-Stars werden im neu beginnenden Olympia-Zyklus zu den Winterspielen von 2030 in den französischen Alpen weniger Höhentrainingslager bestreiten als bisher. Das kündigte der neue Cheftrainer Patrick Oberegger an.
"Wir werden das ein- oder zweimal im Jahr machen, es fällt nicht komplett weg, hat aber auch keine Priorität", so der Italiener gegenüber "Biathlon World".
In den letzten vier Jahren hatten viele Nationen mit Blick auf die Olympischen Winterspiele in Italien, wo die Biathlonwettbewerbe in Antholz ausgetragen wurden, und die WM im Schweizer Wintersportort Lenzerheide auf spezielle Trainingslager in der Höhe gesetzt, um sich bestmöglich vorzubereiten. In Antholz liegt die Arena auf rund 1.600 Metern, in Lenzerheide auf 1.400 Metern Höhe.
"Frischer Wind" in Norwegens Biathlon-Team
Patrick Oberegger bereitet die norwegischen Herren nun gemeinsam mit Disziplintrainer Anders Overby auf die kommende Weltcup-Saison vor. Der Blick richtet sich zugleich aber auch schon auf die Weltmeisterschaften in drei Jahren in Oslo. Seine neue Aufgabe sieht der Coach als "neue Herausforderung".
Denn: "Wir wissen, dass man jedes Jahr Großes von uns erwartet, aber das ist in Ordnung. Ich kenne die Jungs seit einigen Jahren aus dem Weltcup und Anders bringt neue Ideen und frischen Wind rein. Wir haben eine gute Vision und einen Plan mit den Weltmeisterschaften 2029 in Oslo als Fernziel."
Oberegger arbeitet bereits seit acht Jahren in Norwegen, war zuvor Cheftrainer der Frauen. Nun will er die neue Generation der norwegischen Top-Skijäger ausbilden. "Sie vorzubereiten ist ein großer Teil unseres Plans. Wir brauchen eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Athleten. Die jüngeren Athleten trainieren immer mit den anderen und manchmal werden wir auch den B-Kader dazuholen."
In der vergangenen Saison waren die norwegischen Herren noch von Egil Kristiansen und Siegfried Mazet trainiert worden, Mazet wechselte zurück nach Frankreich.
