Receiver Andrei Iosivas von den Cincinnati Bengals hat offen über massive Online-Anfeindungen gesprochen, die ihn während der vergangenen NFL-Saison belastet haben.
"Ich glaube, vergangenes Jahr war ich zu sehr mit meinem Kopf beschäftigt", sagte der Wide Receiver am Dienstag gegenüber Reportern. Auslöser seien mehrere fallen gelassene Bälle in wichtigen Spielen gewesen.
"Die Leute haben mir geschrieben, ich solle mich umbringen und solche Sachen. So etwas hatte ich vorher noch nie erlebt", erklärte Iosivas. "Meine Direktnachrichten waren voll mit Menschen, die mir gesagt haben, ich soll mich töten."
Während des Gesprächs wurde der 26-Jährige zunehmend emotional und musste die Medienrunde kurzzeitig verlassen. "Es macht mich ehrlich gesagt wütend", sagte er sichtbar bewegt.
Sportlich verlief die Saison für Iosivas ebenfalls schwieriger als erhofft. Nach zwei starken Jahren bei den Bengals sank seine Produktion 2025 deutlich. Nachdem er 2024 noch sechs Touchdowns erzielt hatte, gelangen ihm in der vergangenen Spielzeit nur noch zwei. Zudem führte er teamintern die Statistik für fallen gelassene Pässe mit fünf Drops an.
NFL: Fokus bei den Bengals auf Chase und Higgins
In den ersten beiden NFL-Jahren hatte sich der frühere Sechstrundenpick als zuverlässige Ergänzung im Passspiel etabliert. Besonders mit Quarterback Joe Burrow entwickelte sich eine gute Verbindung.
Allerdings stehen in Cincinnati vor allem die Star-Receiver Ja'Marr Chase und Tee Higgins im Fokus. Beide zusammen erhielten laut "ESPN" zuletzt fast die Hälfte aller Targets im Bengals-Passspiel.
Zusätzliche Konkurrenz bekam Iosivas in diesem Frühjahr durch Rookie Colbie Young, den Cincinnati in der vierten Runde des Drafts verpflichtete. Bengals-Head-Coach Zac Taylor stärkte Iosivas dennoch demonstrativ den Rücken.
"Ich liebe seine Einstellung, seine Mentalität und seine Arbeitsweise", sagte Taylor. "Wir sind große Fans von ihm."
Iosivas selbst gibt sich trotz der Kritik kämpferisch. "Ich weiß, dass ich ein großartiger Spieler bin", sagte der Receiver. "Ich lasse nicht mehr zu, dass Meinungen von außen mich irritieren."


































