Es war die mit Abstand größte Überraschung des NFL Drafts 2026, als die Los Angeles Rams in der ersten Runde mit Ty Simpson einen Quarterback auswählten. Zum einen verfügt das Team mit Matthew Stafford über den amtierenden MVP, zum anderen hatte kaum ein Experte den Spielmacher in Runde eins erwartet. Auch Sean McVay schien anschließend nur wenig begeistert. Der Youngster sieht das anders.
Auch wenn sich der Cheftrainer natürlich nicht öffentlich negativ über den überraschenden Pick des 23-Jährigen äußerte, konnte er seine Verstimmung über die Wahl auf der anschließenden Pressekonferenz nicht verbergen. Bilder und Videos der Medienrunde gingen anschließend durch die Medien und schlugen hohe Wellen. Der Rookie will davon aber nichts mitbekommen haben
"Ich habe es nicht wirklich gesehen", erklärte Simpson bei einer Spendenveranstaltung laut der L.A. Times auf eine Nachfrage zu der durchaus kuriosen Pressekonferenz angesprochen und fuhr fort: "Eines weiß ich aber: Ich weiß, dass Coach McVay Kontakt zu mir aufgenommen hat und er vollkommen begeistert ist. Und ich bin total begeistert."
Simpson trifft auf "besten Spieler und besten Trainer" der NFL
Er habe sich "keine bessere Situation" wünschen können, legte der Youngster nach und verwies darauf, nun in einem Team zu sein, das über den "besten Spieler und den besten Trainer" der Liga verfüge.-Er freue sich darauf, vom amtierenden MVP Matthew Stafford lernen zu können, fügte er hinzu. Der Routinier hatte sich nach dem Draft sofort bei ihm gemeldet.
"Das war auch wirklich cool, denn er und seine Familie hätten das nicht tun müssen", freute sich der Rookie über die Nachricht seines neuen Teamkollegen, die er zunächst gar nicht gesehen hatte. In der vergangenen Saison bei Alabama brachte Simpson 64,5 % seiner Pässe für 3.567 Yards und 28 Touchdowns an den Mann. Seine 15 College-Starts sind die viertwenigsten aller Quarterbacks, die in den letzten 25 Jahren in Runde eins gedraftet wurden.
Der 38-jährige Stafford, der in seine 18. Saison geht, wurde 2025 zum NFL-MVP gekürt. Ob der Altmeister noch lange in der Liga spielen wird, erscheint nach dem überraschenden Simpson-Pick durchaus offen. Die Rams sind das erste Team seit den Packers im Jahr 1967, bei dem ein Quarterback zum MVP gekürt wurde und das anschließend dennoch in der ersten Runde des folgenden Drafts einen Spielmacher auswählte.



































