RTL-Experte Lothar Matthäus kritisiert die Nominierung von Leroy Sané für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der Rekord-Nationalspieler hätte lieber Said El Mala vom 1. FC Köln im DFB-Kader gesehen.
Matthäus bezeichnete die Nominierung von Sané im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de als die größte Überraschung im deutschen WM-Aufgebot.
"Ich bin eigentlich ein Fan von ihm, kenne ihn auch persönlich sehr gut, aber er hat – da muss ich ehrlich sein – über das ganze Jahr hinweg nicht so performt, wie ich es mir vorgestellt habe", meinte der Weltmeister von 1990: "Wenn Julian Nagelsmann sagt, man geht nach Leistung und Einsatzminuten, dann ist das eine Überraschung."
Der Bundestrainer hatte den Profi von Galatasaray am Donnerstag in seinen 26-köpfigen WM-Kader berufen. "Ich war in den letzten zwei Tagen in Istanbul beim Europa League Endspiel und auch in der Türkei ist man nicht zufrieden mit Sané. Die Fans sind enttäuscht von ihm, er hat wenig Einsatzzeiten", sagte Matthäus.
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Sané war im letzten Sommer ablösefrei vom FC Bayern zu Galatasaray gewechselt. Der 30-Jährige steuerte beim türkischen Meister bislang sieben Tore und neun Vorlagen in 43 Pflichtspielen bei.
Matthäus: El Mala hat "Riesensaison" beim 1. FC Köln gespielt
"Sané performt nicht so, dass er diese Einladung verdient hat. Bei Galatasaray ist er nicht mal Stammspieler und das sollte dann nicht reichen für die deutsche Nationalmannschaft. Da hätte ich lieber El Mala gesehen, der eine Riesensaison mit dem 1. FC Köln gespielt hat", erklärte Matthäus.
El Mala avancierte in der abgelaufenen Spielzeit mit 13 Treffern zum Kölner Toptorschützen.
"Das war seine erste Bundeliga-Saison", erinnerte Matthäus: "Er ist aus der 3. Liga gekommen, hat viele Tore und Assists gemacht. Sowas brauchen wir bei einer WM. Jemanden, der sich mit Geschwindigkeit und Körpersprache durchsetzt, deswegen hätte ich ihm den Vorzug vor Sané gegeben. El Malas Leistung war – auf das ganze Jahr gesehen – wesentlich besser als die von Sané."















