Kuriose Konstellation rund um das DFB-Pokalfinale zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart: Ausgerechnet der BVB muss seinem großen Rivalen aus München im Showdown im Berliner Olympiastadion die Daumen drücken. Für die Dortmunder steht trotz Zuschauerrolle einiges auf dem Spiel.
Dass die BVB-Fans auf einen Sieg des FC Bayern hoffen, kommt höchstens vor, wenn die Münchner gegen den FC Schalke spielen. Im kommenden Pokalfinale ist das Daumendrücken der Schwarz-Gelben für den Rekordmeister aber fast schon alternativlos.
Der Grund: Gewinnt der FC Bayern das Endspiel am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky), darf sich der BVB über unverhoffte Millioneneinnahmen freuen.
FC Bayern kann den BVB in den Supercup schießen
In Berlin ermitteln der FCB und der VfB nicht nur den neuen Pokalsieger, sondern auch die Besetzung des "Franz Beckenbauer Supercups". Das Endspiel wird am 22. August parallel zur ersten DFB-Pokal-Hauptrunde ausgetragen, der Austragungsort ist noch offen.
Da die Bayern die Meisterschale schon in der Hand haben, sind sie als einer von zwei Supercup-Teilnehmern gesetzt. Gegner ist für gewöhnlich der Pokalsieger - außer, es handelt sich um den gleichen Verein. Anders ausgedrückt: Gewinnt Stuttgart am Samstag in Berlin, spielen die Schwaben im August gegen die Bayern um den Supercup. Gewinnen aber die Münchner, würde der BVB als Tabellenzweiter der abgelaufenen Bundesligasaison in das Supercup-Spiel nachrücken.
BVB winken Millioneneinnahmen
Das hätte nicht nur sportlichen Reiz, sondern vor allem einen finanziellen. Der Sieger kassierte zuletzt drei Millionen Euro Preisgeld, der Finalverlierer bekam immerhin zwei Millionen. Geld, das nicht nur der BVB sicher gerne mitnehmen würde.
Auf dem Papier sind die Bayern gegen die Schwaben der haushohe Favorit. Dieser Rolle wurde der Rekordmeister auch in den beiden Bundesligaspielen gegen den VfB gerecht. Das erste Spiel am 13. Spieltag gewann der FCB 5:0, das zweite Duell am 30. Spieltag mit 4:2.














