Am Donnerstag hat Julian Nagelsmann seinen Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada verkündet. Teil der deutschen Nationalmannschaft ist auch Leroy Sané, der bei Galatasaray eine eher durchwachsene Saison gespielt hat und deshalb nicht unumstritten ist. So rechtfertigt der Bundestrainer die Nominierung des früheren Angreifers vom FC Bayern.
Wie Julian Nagelsmann in Frankfurt erläuterte, plant er bei der WM mit Leroy Sané in einer "Herausforderer-Rolle".
Er könne die Kritik an dem 30-Jährigen und dessen bei Galatasaray mäßiger Quote mit sieben Toren und fünf Vorlagen in 28 Ligaspielen nachvollziehen, betonte der DFB-Coach. Die Scorerpunkte seien schlichtweg "zu wenig".
Zugleich habe er aber auch die beiden Treffer und drei Assists in Sanés jüngsten vier Länderspielen berücksichtigt, verdeutlichte Nagelsmann und ergänzte: "Die Quote ist sehr, sehr gut."
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Er wisse durchaus, dass Sané polarisiere, gab Nagelsmann zu: "Er ist ein Spieler, wo man immer mehr sieht, was er nicht bringt, weil er manchmal leider eine gewisse Ausstrahlung hat."
Doch der Offensivmann genieße "eine extrem hohe Anerkennung innerhalb der Mannschaft" und habe eine "extrem enge Bindung" zu vielen Nationalmannschaftskollegen.
Nagelsmann mit "super Draht" zu Sané
Und fußballerisch? Da bringe Sané nunmal das gewisse Etwas mit.
"Er hat nach wie vor was ganz Besonderes im engen Raum. Er ist ein Spieler, der gerade gegen tiefe Gegner oder wenn ein Gegner müde ist, mit seinem Speed und seiner Technik im Kombinationsspiel was auslösen kann", so Nagelsmann.
Er kenne Sané schon sehr lange und habe einen "super Draht" zu ihm. "Ich traue mir zu, den Spieler so zu kitzeln, dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen entfallen werden als negative."
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Sané (74 Länderspiele, 16 Treffer) war vor der Weltmeisterschaft 2018 vom damaligen Bundestrainer Joachim Löw noch aus dem Kader gestrichen worden.
2022 kam er in den Vorrundenspielen gegen Spanien (1:1) von der Bank und gegen Costa Rica (4:2) von Beginn an zum Einsatz.















