Die Karriere von Marc-André ter Stegen hätte in den vergangenen Monaten kaum tragischer verlaufen können: Der 34-Jährige war bis zum Ende der Saison 2023/24 im Tor des FC Barcelona gesetzt, führte die Katalanen sogar als Kapitän aufs Feld - und wurde dann brutal degradiert. Zuerst setzten Verletzungen dem Deutschen zu, dann bekam er im Sommer 2025 unmissverständlich eine neue Nummer eins vor die Nase gesetzt. Eine Leihe zum FC Girona sollte wenigstens noch ter Stegens WM-Teilnahme retten, der Körper verhinderte aber auch diesen Traum. In Bälde kehrt der Keeper wohl zu Barca zurück - und stellt den Verein vor Probleme.
Die Situation birgt durchaus Brisanz: Marc-André ter Stegen zählt beim finanziell weiterhin nicht gerade auf Rosen gebetteteten FC Barcelona zu den Topverdienern, steht noch bis Ende Juni 2028 bei den Katalanen unter Vertrag und wird offenbar nicht mehr benötigt. Laut "Don Balon" hat der deutsche Nationalspieler (44 Einsätze) allerdings keineswegs vor, den Katalanen den Rücken zu kehren.
Für den FC Barcelona bedeutet das eine deutliche Einschränkung auf dem anstehenden Sommertransfermarkt, da ter Stegen reichlich Gehaltsvolumen bindet, das man nicht für neue Stars in den Ring werfen kann.
Ter Stegen soll weiterhin "hohes Ansehen" bei Barca genießen
Dem Bericht zufolge kommt erschwerend hinzu, dass ter Stegen bei Barca nach wie vor keinen schlechten Stand hat. Der Deutsche genieße "hohes Ansehen" bei den Fans und im Trainerstab, sein Wort habe in der Kabine Gewicht und man sei sich einig, dass er fit einen hohen sportlichen Wert hat und nicht auf die Bank gehört.
Allerdings ließen die Verantwortlichen um Coach Hansi Flick nie Zweifel daran aufkommen, dass man im Tor auf Joan Garcia setzt. Das teilte man ter Stegen nach der Verpflichtung des 25-Jährigen auch recht offen mit. Dass dies so bleibt, bestätigte zuletzt "The Athletic".

Allerdings wird selbst ein fitter ter Stegen nur schwer einen neuen Klub finden, der ihm ein ähnliches Gehalt wie Barcelona zahlt. Dass der Schlussmann aus Mönchengladbach daher keine Eile an den Tag legen soll, Barcelona zu verlassen, ist absolut nachvollziehbar.
































