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"Nur Verlierer" in der Neuer-Diskussion

18.05.2026 14:34 | 3:03m
Manuel Neuer für die WM zurück im DFB-Tor? Timo Latsch aus der RTL/ntv-Sportredaktion bewertet das Hin und Her in der brisanten Personalfrage - und stellt dem DFB kein gutes Zeugnis aus.
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Ja, und jetzt wollen wir natürlich über die Saison sprechen und über dieses wichtige Thema. Das mache ich mit Timo Latsch. Timo. Ein brisantes Thema, diese Torfrage. Wie gerechtfertigt wäre es denn, wenn Oliver Baumann tatsächlich jetzt das Tor dann doch wieder Manuel Neuer überlassen müsste?
Also ich kann zumindest den Ansatz von Julian Nagelsmann verstehen, dass er sagt, ich hätte schon ganz gerne so einen Leuchtturm wie Manuel Neuer bei einer Weltmeisterschaft dabei. Der hat es schon mal geschafft. Er ist zwar 14 Weltmeister geworden, der hat natürlich auch eine gewisse Ausstrahlung, auch auf den Gegner. Von daher sind die Gedankenspiele von Nagelsmann schon schlüssig, zumal er ja vor zwei Jahren was ähnliches gemacht hat mit der Rückholaktion von Toni Kroos. Allerdings ist bislang, muss man ganz ehrlich sagen, die ganze Kommunikationsstrategie des DFB, falls es eine gab, nach hinten losgegangen. Denn im Moment diskutiert man doch eher über die Führungsstärke, über die Kommunikationsfähigkeiten des Bundestrainers als über den Torwart. Und deswegen ist der DFB jetzt gerade so ein bisschen in der Zwickmühle. Und ich bin sehr gespannt, wie die Kuh vom Eis geholt werden soll. Donnerstag ist die Nominierung und bislang gibt es eigentlich nur Verlierer in dieser ganzen Diskussion um die deutsche Nummer eins?
Ja, das ist auf jeden Fall. Also bis Donnerstag müssen wir uns gedulden. Eine Meldung, die gestern erwartungsgemäß kam, dass es die aus Frankfurt Albert Rivera. Geschichte. Woran ist er denn gescheitert?
Da sind wir auch beim Thema Kommunikation. Er ist in erster Linie an sich selbst gescheitert. Er hat natürlich zu wenig Punkte geholt als Trainer von Eintracht Frankfurt. Aber er ist auch nie so richtig in der Stadt angekommen. Und am Ende, muss man ehrlicherweise sagen, ist es das größte Missverständnis seit Jupp Heynckes bei Eintracht Frankfurt. Da lagen Sie in den 90er Jahren auch schon mal komplett daneben mit einer Trainerentscheidung, und der Schuss ist nach hinten losgegangen. Wir sehen das Plakat der Frankfurter Fans, wo geschrieben worden ist Danke für nichts. Und ähnlich wird dann diese Ära von Albert Rivera auch in den Frankfurter Chroniken stehen, als unerfolgreich, als großes Missverständnis. Die Frankfurter werden jetzt komplett neu aufstellen und aufräumen für die neue Saison. Und da ist dann auch noch offen, wer sein Nachfolger wird.
Ja, ein spannendes Spiel haben wir auf jeden Fall. Diese Woche noch Freiburg im Europapokal. Wie realistisch ist das, dass das klappt?
Die Vorfreude ist riesengroß. Ich glaube, die ganze Bundesliga drückt dem SC Freiburg die Daumen. Essen Villa Finale in Istanbul. Die Engländer werden natürlich auch mit vielen Fans da sein. Freiburg ist der Außenseiter, aber es sind 11.000 Freiburger, die im Stadion sein werden. Viele Tausende, die mit in die Stadt reisen, um zu unterstützen. Der SC hätte 60.000 Tickets verkaufen können. Es gibt ein Public Viewing in Freiburg selbst, also gefühlt der ganze Schwarzwald ist da. Und ich würde mal so sagen, wenn es eine Villa gegen Freiburg zehnmal spielt, wahrscheinlich wird Essen Villa dann acht Mal gewinnen. Aber vielleicht gibt es am Mittwoch ja eine große Überraschung. Also es wird ein Fußballfest und die Freiburger fühlen sich in dieser Außenseiterrolle, glaube ich, ganz wohl.
Wir freuen uns drauf. Ab 20:15 dann übrigens zu sehen bei RTL und RTL plus. Danke Timo und das war's vom Sport.