Auch in diesem Jahr hat der TSV 1860 München die lang ersehnte Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga wieder deutlich verpasst. Am Ende betrug der Rückstand auf den Relegationsplatz deutliche 14 Punkte, die Sechzger liefen als Tabellenachter ins Ziel ein. Trotz der sportlich ernüchternden Bilanz könnte sich hinter den Julissen nun ein spektakulärer Machtwechsel anbahnen.
Nach Berichten des "Bayrischen Rundfunks" und der "Bild" beschäftigt sich nämlich Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger intensiv mit einem Einstieg bei den Münchnern. Der 44-Jährige würde damit eine völlig neue Ära beim Traditionsverein einläuten.
Dass Hitzlsperger ernsthaftes Interesse an den Löwen hat, bestätigte der frühere Profi selbst in der BR-Sendung "Blickpunkt Sport". "Ich habe mich in den letzten Monaten intensiv damit beschäftigt zusammen mit Markus Rejek, der schon mal Geschäftsführer war, und Überlegungen angestellt, ob es nicht die Möglichkeit gibt, den Gesellschafter abzulösen", erklärte der ehemalige Nationalspieler offen.
Dabei geht es offenbar um nichts Geringeres als die Anteile von Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik. Der jordanische Investor hält derzeit 60 Prozent an 1860 München, verfügt wegen der 50+1-Regel allerdings nur über 49 Prozent der Stimmrechte. Seit Jahren versucht Ismaik bereits, seine Beteiligung zu verkaufen, bislang jedoch ohne Erfolg.
Nun scheint Hitzlsperger gemeinsam mit potenziellen Investoren einen neuen Anlauf zu wagen. Nach Informationen der "Bild" sollen sogar Geldgeber aus England beteiligt sein. Demnach sei bereits ein Angebot für die Ismaik-Anteile abgegeben worden.
Auch Hitzlsperger selbst deutete an, dass die Gespräche bereits deutlich fortgeschritten seien mit dem Bestreben, "vielleicht mit Partnern zusammen bei Sechzig was zu unternehmen. Das Interesse ist da", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi des VfB Stuttgart und des VfL Wolfsburg.
20 Millionen Euro stehen für die Ismaik-Anteile im Raum
Schon 2023 hatten die Löwen versucht, Hitzlsperger als Gesamtgeschäftsführer zum Verein zu holen. Damals scheiterte die Idee jedoch. Nun könnte der frühere Bundesliga-Profi stattdessen sogar auf Gesellschafterebene einsteigen.
Besonders spannend: Laut Hitzlsperger gab es bereits intensive Gespräche mit verschiedenen Personen innerhalb des Vereins sowie mit Vertretern von Ismaik. "Es waren konstruktive Gespräche, aber jedem ist bewusst, dass es bei Sechzig, wie sie aktuell dastehen, nicht auf allen Ebenen ein Miteinander ist", erklärte er.
Trotz der schwierigen Lage sieht Hitzlsperger enormes Potenzial beim Traditionsverein. „Alle sehen das Potenzial im Klub, deshalb gibt es auch viel Interesse von vielen Seiten.“
Der mögliche Verkauf der Anteile entwickelt sich damit endgültig zum Millionen-Poker. Rund 20 Millionen Euro sollen für Ismaiks Beteiligung im Raum stehen. Nach "Bild"-Informationen lagen dem Investor zuletzt bereits drei konkrete Angebote vor – zugeschlagen hat er bislang allerdings nicht.
Für die Fans der Löwen könnte die Personalie Hitzlsperger dennoch neue Hoffnung bringen. Seit dem Absturz in die Regionalliga im Jahr 2017 steckt der Klub dauerhaft in der Drittklassigkeit fest.





























