Stefan Effenberg rät Oliver Baumann in der Torwart-Causa vor der Fußball-Weltmeisterschaft zeitnah zum Hörer zu greifen.
"Wäre ich in der Haut von Oliver Baumann, würde ich jetzt zum Telefon greifen und Nagelsmann selbst anrufen. Und nicht warten bis morgen, übermorgen oder bis Mittwoch, dass er mich mal anruft und meine Rolle vielleicht neu verteilt", sagte der TV-Experte im "Doppelpass" bei "Sport1".
Effenberg legte nach: "Ich würde ihn selbst anrufen und fragen, und mich dann dementsprechend äußern. Du kannst ja jetzt nicht auf einen Anruf des Bundestrainers warten. Da würde ich selbst die Initiative ergreifen."
Baumann hatte während der WM-Qualifikation das Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gehütet. Der 35-Jährige überzeugte.
Medienberichten zufolge könnte Manuel Neuer beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko aber tatsächlich sein Comeback in der DFB-Auswahl geben.
Nagelsmann verweist auf Gespräche
"Ich halte an meiner Eingangsthese fest, dass ich zuerst das Gespräch mit den Spielern suche. Es wird immer zuerst der Spieler kontaktiert, das hat noch nicht stattgefunden", hatte Bundestrainer Nagelsmann am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF" auf die brisante Torwart-Frage reagiert.
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"Es gibt einen Tag X, wo die Nominierung stattfindet. Wenn ich anfange, nur weil ich mich getrieben fühle und Deutschland über gewisse Themen diskutiert, Dinge vorwegzunehmen und zu verkünden, dann bewerte ich nicht alles, was ich sehe", führte der 38-Jährige aus und betonte, dass "jeder Spieler das Recht habe, die Information von mir zu bekommen. Ich bin weit davon weg, mich treiben zu lassen."
Nagelsmann wird seinen vorläufigen WM-Kader am Donnerstag (13 Uhr) präsentieren.
Baumann selbst zeigte sich nach dem 34. Bundesliga-Spieltag mit Blick auf die Nationalmannschaft zuversichtlich. Nagelsmann habe ihm "das Vertrauen ausgesprochen - Punkt!", stellte der Hoffenheimer bei "Sky" klar.













