Lennart Karl ist beim FC Bayern in dieser Saison der große Durchbruch gelungen. Der Weg des Nationalspielers hätte aber auch zum VfB Stuttgart führen können.
"Mit einem Fuß war er nämlich schon in meinem U17-Team beim VfB", plauderte Stuttgarts ehemaliger Nachwuchstrainer Markus Fiedler im Interview mit dem "Merkur" aus.
"Er war in Aschaffenburg, es gab gute Gespräche, aber er hat sich dann für den FC Bayern entschieden", konkretisierte der Coach. Genauer gesagt wechselte Karl im Sommer 2022 nach München. Fiedler arbeitete zu dieser Zeit als U17-Trainer beim VfB Stuttgart.
"Er wäre als C-Jugendlicher direkt in meine U17 integriert worden. Auch die Eltern waren überzeugt davon, dass ein Wechsel nach Stuttgart gut gewesen wäre. Aber der Junge ist halt von Kindesbeinen FC Bayern-Fan gewesen, hat in Bayern-Bettwäsche geschlafen", verriet der Übungsleiter.
"Da war es fast unmöglich, ihn emotional zu überzeugen", meinte Fiedler: "Trotzdem hatten wir einen guten Riecher. Aber in der Konkurrenz zum FC Bayern zieht man in der Regel den Kürzeren , wenn sich die größten Talente für einen anderen als ihren Heimatverein entscheiden."
1. FC Magdeburg dachte an Karl-Leihe
Karl feierte beim FC Bayern in dieser Saison den großen Durchbruch. Fiedler hatte den 18-Jährigen laut eigener Aussage im letzten Sommer erneut auf dem Schirm, als er beim 1. FC Magdeburg an der Seitenlinie stand.
"In Magdeburg haben wir uns zu Beginn der Saison mit ihm beschäftigt. Wir wussten alle um seine Veranlagung, dachten vor seinem Bayern-Durchbruch: Eine Leihe wäre vielleicht eine Option für seine ersten Gehversuche als Profi. Naja … ich würde sagen: Das Thema ist jetzt durch", verriet der aktuell vereinslose Coach.
Karl kommt in 38 Pflichtspieleinsätzen auf neun Tore und acht Vorlagen für den FC Bayern. Bundestrainer Julian Nagelsmann nimmt dem offensiven Mittelfeldmann übereinstimmenden Berichten zufolge mit zur Fußball-Weltmeisterschaft.




























