Der FC Schalke 04 hat seinen Aufstieg in die Bundesliga auf Ibiza ausgelassen gefeiert, doch die Party steckte der Mannschaft von Miron Muslic dann beim Auswärtsspiel in Nürnberg (0:3) offensichtlich in den Knochen. Klub-Ikone Klaus Fischer kann mit der Kritik am Schalker Vorgehen überhaupt nichts anfangen.
Am Ende hochverdient hat der bereits als Zweitliga-Meister feststehende FC Schalke 04 am Samstagabend beim 1. FC Nürnberg mit 0:3 (0:2) verloren. Kein Problem, sagt der ehemalige Nationalspieler Klaus Fischer.
"Wir sind gegen Düsseldorf aufgestiegen, die Mannschaft hat gefeiert - genau richtig!", sagte er im "Legenden-Talk - Das Original". Fischer zeigte zudem Unverständnis für die Kritik, die Schalker hätten eine Zweitliga-Partie inmitten des Saisonendspurts nicht ernst genug genommen: "Der Verein, die Mannschaft und der Trainer haben alles richtig gemacht."
Wenn man nach dem verdienten Bundesliga-Aufstieg "ein bisschen länger feiert", sei das absolut in Ordnung: "Wann sollen die denn sonst feiern? Wenn die Bundesliga-Saison anfängt?"
Schalke-Ikone Abramczik: "Ein paar Tage feiern" ist erlaubt
Fischer gab sich zugleich überzeugt: "Die werden den Fokus jetzt wieder auf Samstag legen, denn da geht es um einiges." Während die Nürnberger auch trotz der drei Punkte gegen Schalke weiter im Mittelfeld der Tabelle stecken, empfängt S04 am letzten Spieltag die noch nicht gerettete Eintracht aus Braunschweig. Für den aktuellen Tabellen-14. geht es noch um den Klassenerhalt, der Vorsprung auf Rang 16 beträgt nur einen Zähler.
Auch Rüdiger Abramczik zufolge sollte man nach einer "guten Saison" und der vorzeitigen Meisterschaft "ein paar Tage feiern" dürfen. "Es ist aber ja auch nicht so, als hätten die drei Tage lang nur Alkohol getrunken. Die hatten ein bisschen Spaß, deswegen sollte man es nicht zu hoch bewerten."
S04-Cheftrainer Miron Muslic hatte im Vorfeld der Partie gegen Nürnberg betont, man wolle schnell wieder in den "Wettkampfmodus" schalten: "Wir fahren nach Nürnberg, um das Spiel zu gewinnen." Davon war im stimmungsvollen Max-Morlock-Stadion aber wenig zu sehen.
Ein Eigentor von Ron Schallenberg (20.) und die Treffer von Henri Koudossou (46.) und Mohamed Ali Zoma (72.) sorgten für den Erfolg der Nürnberger, der noch höher hätte ausfallen können. Der Club von Trainer Miroslav Klose schob sich auf den achten Rang vor.





























