Am 33. Spieltag hat Borussia Dortmund durch den 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt die Vizemeisterschaft endgültig perfekt gemacht - eine starke Saison des BVB, die nach Ansicht des früheren Bundesliga-Profis Maik Franz zu wenig gewürdigt wird.
"Dass das von vielen nur beiläufig registriert wird, irritiert mich ehrlich gesagt schon. Dortmunds Leistung und ganz besonders die Arbeit von Trainer Niko Kovac hätte viel höhere Wertschätzung verdient", betonte der 44-Jährige in einer "kicker"-Kolumne.
Franz ergänzte: "Kovac übernahm das Team 2024/25 im freien Fall und katapultierte es sensationell noch in die Champions League. In dieser Spielzeit haben Coach und Spieler dieses hohe Niveau konstant bestätigt. Hut ab! Dass zwischendurch trotzdem massive Unzufriedenheit aufkam, weil die Spielweise vermeintlich nicht attraktiv genug war, empfinde ich als absurd."
Unter Kovacs Regie sammelte der BVB vor dem Saisonabschluss bei Werder Bremen am Samstag 70 Punkte. Zudem stellen die Schwarz-Gelben mit lediglich 34 Gegentoren die besten Abwehr der Liga. Dennoch gibt es im Umfeld immer wieder Kritik an der Herangehensweise von Kovac, die als zu wenig spektakulär empfunden wir.
Folgen BVB und Co. einem "Branchentrend"?
"Natürlich", meinte Franz sei "fußballerische Weiterentwicklung immer erstrebenswert". Allerdings brauche es dafür neben dem passenden Kader auch "mal Zeit und innere Gelassenheit", so Franz. "Dafür wiederum bilden positive Ergebnisse die unabdingbare Basis. Ständig unzufrieden nach dem viel zitierten 'nächsten Schritt' zu schreien statt die schwierige Bestätigung eines einmal erfolgreichen Abschneidens angemessen zu würdigen, ist nicht nur rund um Borussia Dortmund zu einem offenbar ansteckenden Branchentrend geworden."
Auch sei sein Ex-Verein Karlsruher SC, "bei dem die Arbeit von Trainer Christian Eichner für Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann nicht mehr gut genug ist", sei dafür ein Beispiel, betonte Franz.































