Ein erneuter Trainerwechsel bei Real Madrid im Sommer nimmt Formen an. José Mourinho dementiert zwar die Gerüchte um seine Person, ein Insider hält aber dagegen.
Der 63 Jahre alte Chefcoach von Benfica, der heiß als Nachfolger von Interimscoach Alvaro Arbeloa in Madrid gehandelt wird, will von den angeblich laufenden Verhandlungen mit den Königlichen nichts wissen - zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt.
"Ich hatte keinerlei Kontakt zu Real Madrid, überhaupt keinen. Und bis zum letzten Ligaspiel gegen Estoril (am 17. Mai, Anm. d. Red.) werde ich auch keinen haben. Danach gibt es ein einwöchiges Zeitfenster, in dem es mir freisteht, mit wem auch immer ich möchte zu sprechen", betonte Mourinho, der in seinem Vertrag über eine Ausstiegsklausel verfügt. Die derzeitigen Berichte "über Treffen und Forderungen" seien "reine Spekulation".
Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano sind diese Aussagen nur ein Ablenkungsmanöver. "Seit Wochen" liefen direkte Gespräche zwischen dem Mourinho-Lager und Real, teilte der italienische Reporter via X mit. Die Verhandlungen seien noch im Gange, ein erneutes Real-Engagement Mourinhos weiter "zu 100 Prozent" möglich, so Romano.
In Madrid würde Mourinho eine Herkulesaufgabe erwarten. Vor der 0:2-Niederlage im Clasico beim FC Barcelona und dem damit verbunden Titel-K.o. hatte die spanische "AS" geschrieben, die Situation in Reals Kabine sei bereits seit Monaten "völlig außer Kontrolle".
Demnach haben sich innerhalb des Teams mehrere Gruppen gebildet, die nicht einmal mehr miteinander sprechen sollen. Auch die Kommunikation mit Arbeloa sollen mehrere Stars inzwischen vollständig eingestellt haben.
Real Madrid: Ist Vinicius Jr. der "Maulwurf"?
Immer wieder sollen Interna aus dem Mannschaftskreis an den 43 Jahre alten Coach weitergegeben worden sein. Von einem "Maulwurf" innerhalb des Kaders ist die Rede. "Mundo Deportivo" schreibt, der Hauptverdächtige sei Superstar Vinicius Jr.
Die sportliche Konsequenz: Seit Monaten stehe bei den Königlichen eine Ansammlung von Ich-AGs auf dem Platz, wobei jeder Profi nur noch auf den eigenen Vorteil bedacht ist.
Kurzzeitige Besserung kehrte Reals Hausblatt "Marca" zufolge lediglich in den Wochen nach der Trennung von Xabi Alonso im Januar ein, als Arbeloa demnach "so etwas wie Stabilität" in die Kabine brachte.
Als die Ergebnisse dann nicht mehr stimmten, klafften aber demnach sofort wieder die alten Gräben auf - die Konflikte zwischen Antonio Rüdiger und Alvaro Carreras sowie zuletzt Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni sind also allem Anschein nach nur die Spitze des Eisbergs.
Dass Kylian Mbappé offenbar mit Teilen der Teamkollegen über Kreuz liegt, soll das Binnenklima zusätzlich belasten.






























