Das Aus des FC Bayern im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain war laut Ex-Nationalspieler Mario Basler hausgemacht.
"Das war nach dem Rückspiel ein verdientes Ausscheiden. Bayern wollte das Spiel nach zwei Minuten schon entscheiden – und genau das war der große Fehler", sagte der 57-Jährige im Podcast "Basler ballert".
Mit dem ersten Anpfiff der Partie traf Ousmane Dembélé zur Führung für PSG. Diese hielt bis in die Nachspielzeit hinein, als Harry Kane zum 1:1 traf. Für den FC Bayern bedeutete das nach der 4:5-Pleite in Paris das Ausscheiden aus der Königsklasse.
"Wenn nach zwei Minuten die komplette Mannschaft in der gegnerischen Hälfte steht und du mit einem Ball überspielt wirst, dann brauchst du dich nicht wundern. Das war taktisch einfach nicht clever", kritisierte Basler den deutschen Rekordmeister.
PSG habe in München dagegen "sensationell verteidigt", schwärmte der frühere Münchner. "Die standen brutal kompakt, haben alles zugestellt und Bayern überhaupt nicht ins Kombinationsspiel kommen lassen."

PSG-Weiterkommen gegen den FC Bayern "verdient"
Basler ergänzte: "Wenn Manuel Neuer nicht so stark gehalten hätte, hätte Paris das Spiel auch früher entscheiden können. Über beide Spiele hinweg war das verdient."
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Schon nach dem Hinspiel hatte Basler wegen der Schwäche des FC Bayern gegen den Ball gewarnt. "Wenn du auf dem Niveau fünf Dinger kassierst oder so ein Spiel zulässt, dann musst du dir schon die Frage stellen, was da defensiv los ist", sagte er. "Bayern hat nach vorne eine unglaubliche Qualität, das ist überragend – aber hinten ist das teilweise einfach zu offen, zu wild."
Basler führte aus: "Bei Bayern reden alle immer von Weltklasse – aber defensiv ist das für mich aktuell keine Weltklasse, ganz klar. Du kannst nicht nach vorne alles richtig machen und hinten so offen sein – das funktioniert auf dem Niveau nicht. Wenn du solche Gegentore kassierst, dann stimmt die Abstimmung hinten nicht, da fehlt es an Stabilität. Für mich ist das keine Mannschaft, die defensiv sattelfest ist – da ist viel zu viel Risiko drin."





























