Nach der Saison ist Schluss für Niklas Süle. Bei Borussia Dortmund beendet der Abwehrspieler, der mit dem FC Bayern eine ganze Reihe von Titeln holte, seine Karriere. Allerdings hätte die Laufbahn des Noch-BVB-Profis offenbar auch ganz anders verlaufen können.
"Sport Bild" berichtet, 2010, als Süle noch im Nachwuchsbereich von Darmstadt 98 kickte, war er sich mit dem 1. FC Nürnberg über einen Wechsel einig. Kurios: Die Franken wollten den heutigen Innenverteidiger demnach auf der Stürmerposition ausbilden.
Letztlich platzte das Engagement beim Club aber noch, die TSG 1899 Hoffenheim schlug zu. Dort kam Süle nicht nur im Abwehrzentrum zum Einsatz, er reifte auch zum gestandenen Profi und Bundesligaspieler.
Nach 117 Pflichtspielen für die Profis der TSG zog er 2017 weiter zum FC Bayern, wo er unter anderem fünf deutsche Meisterschaften, zweimal den DFB-Pokal sowie 2020 die Champions League gewann.
2022, nach Ablauf seines Vertrags beim deutschen Rekordmeister, zog er ablösefrei zum BVB weiter. Weitere Silberware gab es dort für den 49-maligen Nationalspieler nicht. Die in ihn gesetzten Erwartungen konnte Süle am Ende nicht erfüllen.

Nachdem bereits vorher klar war, dass sein BVB-Vertrag nicht verlängert werden würde, gab er Anfang Mai sein Karriereende bekannt.
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Den entscheidenden Auslöser für seine Entscheidung beschrieb Süle im Podcast "Spielmacher" mit offenen und emotionalen Worten: Nach einer Knieverletzung am 30. Spieltag in Hoffenheim (1:2) hatte er große Angst vor einem erneuten Kreuzbandriss, dem dritten seiner Laufbahn.
"Was ich empfunden habe, als unser Doc in der Kabine in Hoffenheim den Schubladentest gemacht hat, den Physio anschaute und den Kopf schüttelte, der Physio es ebenfalls gemacht hat und auch keinen Anschlag gemerkt hat, da bin ich in die Dusche und habe zehn Minuten geweint", schilderte Süle. "In der Situation dachte ich wirklich: 'Das ist gerissen!'"
Obwohl die anschließenden Untersuchungen positiv ausfielen und die befürchtete Horror-Diagnose nicht bestätigten, fiel bei Süle die Entscheidung: "Als ich am nächsten Tag ins MRT gekommen bin und die gute Nachricht erhalten habe, war für mich zu tausend Prozent klar, dass es vorbei ist."

































