Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern sieht sich nach seiner Verbalattacke gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann scharfer Kritik ausgesetzt.
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig nahm Nagelsmann bei einer Veranstaltung des Heimatvereins "Düsseldorfer Jonges" am Dienstag in Schutz - und Hoeneß aufs Korn.
Die Kritik habe ihn "erstaunt", er empfinde die Angriffe auf den Bundestrainer als "einfach unnötig", polterte der langjährige Bundesliga-Funktionär.
Rettig ergänzte: "Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand vom DFB Herrn Hoeneß gebeten hat, ein Zwischenzeugnis für Herrn Nagelsmann auszugeben. Ich kenne auch die Motivation nicht, was ihn da jetzt reitet."
"Ganz so schlecht" sei Nagelsmann nicht, "wie der ein oder andere erklärt", stellte Rettig süffisant klar.
Mehr dazu:
Dass der 38 Jahre alte Ex-Coach des FC Bayern nach einem Gespräch mit Hoeneß laut diesem "leicht beleidigt" reagiert habe, könne er nicht nachvollziehen, so Rettig.

In zweieinhalb Jahren Zusammenarbeit mit Nagelsmann beim DFB sei dieser "kein einziges Mal beleidigt" gewesen, betonte Rettig. "Auch wenn es bei uns mal gekracht hat."
Mit Blick auf Hoeneß fügte er an: "Manchmal hängt es auch davon ab, wer der Absender ist."
FC Bayern baggerte erneut an Nagelsmann: "Das wird ja einen Grund haben"
Der frühere Manager und Präsident und heutige Aufsichtsrat des FC Bayern hatte unter anderem auch kritisiert, die DFB-Elf sei rund einen Monat vor WM-Start noch nicht eingespielt. Rettig rechnete als Replik darauf vor, es seien in den zurückliegenden sechs Länderspielen "immer mindestens acht, in der Spitze bis zu zehn" Nationalspieler verletzt gewesen. Diesen Umstand könne man "nicht dem Trainer vorwerfen".
Rettig erinnerte daran, dass der FC Bayern einst mehr als 20 Millionen Euro Ablöse für Nagelsmann an seinen Ex-Verein RB Leipzig gezahlt hatte - und den Bundestrainer im Frühjahr 2024 gerne von einer zweiten Amtszeit in München überzeugt hätte. "Das wird ja einen Grund haben", sagte der DFB-Funktionär.
Rettig merkte zudem an, unter Nagelsmanns Regie habe der FC Bayern zweimal in der Champions League gegen Paris Saint-Germain gewonnen, gegen das die Münchner zuletzt im Halbfinale der Königsklasse ausgeschieden waren.




























