Der frühere Formel-1-Pilot Nick Heidfeld will eine revolutionäre neue Rennserie aufziehen, benötigt dafür aber noch potente Investoren.
"Unterhalb der Formel 1 gibt es die gewohnte Pyramide mit Formel 2, Formel 3, Formel 4. Unterhalb der Formel E? Da gibt es bisher nichts", schilderte der 48-Jährige den Hintergrund seines Vorhabens im Schweizer "Blick".
Mit der so genannte FG Series wollen Heidfeld und seine Mitstreiter nun eine vollelektrische Nachwuchsserie an den Start bringen - und zwar schon ab dem Jahr 2027. "Wir wollen Motorsport erschwinglicher machen. Und wir wollen die Fahrer möglichst umfangreich ausbilden, für alles, was danach kommt", betonte der 183-malige Formel-1-Starter.
Die Autos in der FG Series sollen nicht den Teams gehören, sondern im Besitz der Rennserie bleiben. Die Rennställe werden in einer Art Franchise-System organisiert sein und die Wagen leasen.
Zwei verschiedene Klassen sind geplant, die leistungsstärkere F1- sowie die F2-Serie. Allerdings sollen beide auf die selben Boliden setzen, die dann jeweils für die verschiedenen Rennen umgerüstet werden können.
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"Ein Auto kann so am selben Wochenende in zwei Serien von zwei Piloten gefahren werden. Das minimiert die Kosten", schilderte Heidfeld. "Ebenso sollen die Autos übers Jahr doppelt genutzt werden. Nach fünf Monaten in Middle East werden sie zum Beispiel nach Europa gebracht, wo sie in der Meisterschaft hier gefahren werden."
"Neue Lebensphase" für Ex-Formel-1-Star Nick Heidfeld
Um die schon weit gediehenen Pläne weiter voranzutreiben, brauchen Heidfeld und sein Mitstreiter, der frühere Formel-E-Teamchef Dilbagh Gill, allerdings noch Geld - und zwar viel Geld.
"Bisher haben mein Co-Founder und ich das meiste investiert", berichtete Heidfeld. "Aber um das Projekt richtig starten zu können, brauchen wir mehr Investoren, da reden wir von etlichen Millionen."
Er und Gill hätten zwar "etwas auf der hohen Kante", der benötigte Betrag für die neue Rennserie sei aber "zu viel, um es komplett allein zu finanzieren", sagte Heidfeld, der in der Formel 1 unter anderem für Jordan und Williams fuhr.
Für ihn selbst bedeutet die Arbeit an dem spannenden Projekt eine "neue Lebensphase", schilderte Heidfeld, der sich nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere vor allem intensiv um die Familie kümmerte. "Doch die Kinder sind nun 15, 18 und 20 Jahre alt", sagte der gebürtige Mönchengladbacher.




