Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat erneut die Spekulationen um einen spektakulären Fahrertausch in der Motorsport-Königsklasse rund um Superstar Max Verstappen angeheizt.
"Max Verstappen hat ja gesagt, dass, wenn Gianpiero Lambiase (sein Renningenieur, Anm. d. Red.) geht, er dann auch geht. Ich kann mir das daher schon vorstellen, dass Oscar Piastri zu Red Bull kommt und Max dann rübergeht zu McLaren, wenn er überhaupt weiterfährt", sagte Schumacher im "Sky"-Podcast "Backstage Boxengasse".
Lambiase kehrt Verstappens Arbeitgeber Red Bull den Rücken und wechselt spätestens Ende 2027 zum amtierenden Formel-1-Konstrukteursweltmeister. "Klar kann das ein Argument für Max sein, zu McLaren zu gehen", sagte Schumacher, der zuletzt von Verstappen-Papa Jos scharf kritisiert wurde.
Der viermalige Formel-1-Champion fahre bei seinen Ausflügen in andere Rennserien "schon die ganze Zeit Mercedes, also da scheint auch ein ganz guter Draht zu sein zur Vorstandsebene", merkte Schumacher an. "Der McLaren ist ein Auto, was zumindest mal beim letzten Rennen in Japan hätte auch gewinnen können mit Piastri. Der Motor ist der beste im Moment. Außer Ferrari bleibt dann nur ein Mercedes-Team, das macht natürlich Sinn."
Bei Red Bull sieht Schumacher viele Problemfelder. Der Formel-1-Bolide des österreichisch-britischen Rennstalls sei "eine Katastrophe, ist zu schwer, ist zu spitz zu fahren", urteilte Schumacher. "Selbst Max kommt damit nicht aus. Ich habe gehört, da gibt es bald ein großes Update. Da sind alle gespannt. Ganz ehrlich, ich kann mir nicht vorstellen, dass das hilft."
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Lambiases McLaren-Wechsel sei zudem "ein weiteres Anzeichen dafür, dass das Team intern sehr zerrüttet ist. Alle wollen weg, wollen das sinkende Schiff so schnell wie möglich verlassen. Jeder möchte auch nochmal Kasse machen und einen lukrativen Vertrag unterzeichnen".
Red Bull habe ein "Problem mit dem Budget Cap", wie der Ex-Formel-1-Star anmerkte. "Das heißt, das Team ist irgendwann gar nicht mehr der Lage, die guten Ingenieure zu halten. Diese kriegen natürlich von rechts und links wie verrückt sehr gute Angebote. Dementsprechend geht Red Bull einfach irgendwann das Geld aus."




