Nach dem plötzlichen Ausscheiden von Teamchef Jonathan Wheatley bei Formel-1-Neuling Audi schien sich ein Engagement des Briten bei Aston Martin anzubahnen. Ein Insider behauptet: Der spektakuläre Wechsel ist längst nicht in trockenen Tüchern.
"Ich weiß nicht, ob das definitiv passieren wird. Teambesitzer Lawrence Stroll kann ein bisschen launisch sein", sagte "BBC"-Korrespondent Andrew Benson im "Chequered Flag Podcast".
Audi hatte die Trennung von Wheatley aus "persönlichen Gründen" bereits kurz nach Saisonstart in der Formel 1 vollzogen. Die Aufgaben des 58-Jährigen verteilt der deutsche Autobauer intern neu. Zunächst hat Formel-1-Projektleiter Mattia Binotto das Heft des Handelns in der Hand.
Bei Aston Martin wiederum soll Design-Guru Adrian Newey seine Rolle als Teamchef abgeben und sich künftig wieder nur den technischen Aspekten seiner Tätigkeit widmen. Wheatley wird heiß als sein Nachfolger im Tagesgeschäft gehandelt.
Aber bei welchem Formel-1-Team könnte der langjährige Red-Bull-Funktionär unterkommen, wenn es nicht zu Aston Martin geht? "Im Moment gibt es keine anderen offenen Stellen", sagte Benson.
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Er verwies in diesem Zusammenhang auf die derzeitige Pause in der Motorsport-Königsklasse wegen des Iran-Kriegs. "Die Leute hatten wegen der Osterferien und der Rückkehr aus Japan und so weiter keinen Kontakt miteinander", so der Reporter.
Formel 1: Hängepartie für Jonathan Wheatley?
Falls Wheatleys Wechsel zu Aston Martin nicht zustande komme, werde es seiner Meinung nach "einige Zeit dauern, eine andere Stelle zu finden".
Vakante Teamchef-Posten in der Formel 1 seien nicht allzu häufig, erinnerte Benson. "Sie werden nur hin und wieder frei, und es ist nicht immer so einfach, einen zu ergattern."
Er warnte Wheatley: "Wenn man eine Weile aus dem Geschäft ist, verliert man an Wert, und die Leute finden einen vielleicht nicht mehr so attraktiv."



