In der vergangenen Formel-1-Saison erfüllte sich Lando Norris seinen Kindheitstraum vom WM-Titel. Nun gab der amtierende Champion Einblicke in sein Seelenleben und erklärte, wer ihm zum Erfolg verhalf.
In einer spannenden Saison hatte sich der McLaren-Fahrer gegen Teamkollege Oscar Piastri sowie den viermaligen Weltmeister Max Verstappen durchgesetzt. Doch der 26-jährige Brite musste auf dem Weg dorthin immer wieder mit Selbstzweifeln und Unsicherheiten kämpfen.
Im Interview mit "The Guardian" nach der Auszeichnung als Laureus "Breakthrough of the Year" erklärte Norris nun, welche Elite-Sportler ihm bei seinen Problemen halfen. Norris schilderte, dass es für ihn wichtig war, über den Tellerrand hinauszuschauen.
So haben ihm offenbar Gespräche mit Sportgrößen wie Rory McIlroy geholfen. Der Star-Golfer aus Nordirland gewann zuletzt zum zweiten Mal in Folge das Masters in Augusta und verhalf anscheinend im letzten Jahr Lando Norris zum Titel.
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"Man kann immer etwas mitnehmen – aus dem, was man sieht oder hört, besonders von Rory. Er spricht sehr offen über seine eigenen Probleme und Lösungsansätze, wenn es nicht läuft. Das bedeutet noch mehr, wenn man die Athleten persönlich kennt", erklärte Norris.
Norris berichtete, dass er sich mehrfach mit McIlroy ausgetauscht habe. Auch andere Golfer wie Justin Rose imponierten ihm: "Dass Rose mit 45 noch auf diesem Niveau spielt, ist beeindruckend. Von solchen Menschen kann man viel lernen – vor allem über ihre Denkweise", so der amtierende Champion.
Norris: "Ich bin jemand, der Hilfe von vielen Seiten braucht"
Neben den beiden Golfern wandte sich Norris auch an weitere Sportler. "Ich habe mit einigen der besten Sportler der Welt über meine Probleme gesprochen – darüber, wie sie mit Druck umgehen und Störgeräusche ausblenden. Das hat mir sehr geholfen."
Namen weiterer Gesprächspartner wollte er nicht nennen, doch Norris betonte: "Es waren außergewöhnliche Persönlichkeiten, die viel erreicht haben und mir geholfen haben, mein Ziel zu erreichen."
Gerade zu Saisonbeginn habe er Unterstützung gebraucht: "Das Auto war schnell genug für Siege, aber ich kam einfach nicht zurecht. Ich bin jemand, der Hilfe von vielen Seiten braucht."
Am Ende musste Norris die Leistung jedoch selbst auf die Strecke bringen – mit Erfolg: "Es gibt nur 35 Formel-1-Weltmeister überhaupt. Teil dieser Liste zu sein, ist etwas ganz Besonderes."




