Formel-1-Pilot George Russell ist am Dienstag für eine Testfahrt auf den legendären Nürburgring zurückgekehrt. Gerne würde der Brite bald wieder richtige Rennen in Deutschland bestreiten.
George Russell war nach seinem Einsatz beim Pirelli-Reifentest in der Eifel begeistert. "Das Fahren hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich liebe den Nürburgring sehr", bekannte der Formel-1-Star hinterher bei "Sky Sport": "Ich bin auch ein paar Runden auf der Nordschleife gefahren, das gefällt mir wirklich gut."
Der Nürburgring sei eben "eine traditionelle Rennstrecke", wie der 28-Jährige betonte. "Ich würde gerne eines Tages wieder hier Rennen fahren. Wir haben im Moment kein Rennen in Deutschland. Mit Mercedes wäre es schön, wieder eines im Kalender zu haben", ließ Russell aufhorchen. Zuletzt war der Große Preis der Eifel im Jahr 2020 als Ersatz-GP während der Corona-Pandemie ausgetragen worden.
Am Dienstag war Russell als einziger Mercedes-Pilot neben McLaren-Rivale Oscar Piastri auf die Strecke gegangen, um ein von Pirelli organisiertes Entwicklungstestprogramm zu absolvieren. Da es zuvor über Nacht geregnet hatte, begannen die beiden Formel-1-Fahrer auf Intermediates, später wurde auf die geplanten Slicks gewechselt.
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Anders als Piastri, bei dessen Auto es ein technisches Problem gab, konnte Russell auch am Nachmittag fahren und insgesamt 127 Runden absolvieren. Piastri kam aufgrund des Defekts nur auf 65 Runden.
Die Testfahrten sind nicht nur für den Reifenlieferanten wichtig, sondern auch für die Formel-1-Piloten, die so während der Zwangspause in der Übung bleiben können.
Am Mittwoch beim zweiten Tag auf dem Nürburgring sitzen Lando Norris und Kimi Antonelli hinterm Steuer.
"Hinter den Kulissen passiert unglaublich viel. Es gibt immer eine Menge, was die Leute nicht sehen, und natürlich haben wir heute die Gelegenheit zu testen. Es stehen noch viele Tage im Simulator an, die ersten drei Rennen gilt es zu analysieren und auf die nächsten beiden zu blicken", gab Russell einen Einblick in die aktuelle Arbeit bei Mercedes: "Es geht immer mit Vollgas weiter. Wir haben einige Ideen, wo wir bei den Rennstarts noch Defizite haben. Hoffentlich können wir darauf weiter aufbauen."
Aufgrund des Iran-Kriegs und dessen Auswirkungen waren die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt worden, weiter geht's in der Formel 1 am 3. Mai in Miami.



