Der personelle Aderlass bei Formel-1-Rennstall Red Bull Racing hat schon in den letzten Wochen und Monaten gigantische Ausmaße angenommen. Ein früherer RB-Mechaniker sieht das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht und fürchtet, dass Chef-Strategin Hannah Schmitz die nächste Top-Kraft sein könnte, die von Bord geht.
Die Liste der leitenden Angestellten, die Formel-1-Rennstall Red Bull Racing in den letzten zwölf Monaten verlassen haben, ist enorm lang und umfasst so prominente Namen wie Christian Horner, Helmut Marko, Adrian Newey, Will Courtenay und weitere. Auch Gianpiero Lambiase wird seinen Schrank in Milton Keynes ausräumen und ab 2027 für McLaren arbeiten. Und damit ist womöglich noch lange nicht Schluss.
Kenny Handkammer, ehemaliger Chef-Mechaniker von Red Bull, deutete im "The Two Mechanics"-Podcast an, dass Chef-Strategin Hannah Schmitz wohl die nächste Führungskraft sein wird, die vor dem Personalchaos flüchtet. In den vergangenen Tagen waren bereits Gerüchte aufgekommen, denen zufolge sie bei Ferrari als Neuzugang hoch im Kurs steht.
"Das bereitet einem wirklich Kopfzerbrechen"
"Es sieht so aus, dass es Berichte gibt, nach denen Hannah Schmitz ebenfalls gehen wird. All diese ganzen Schlüsselpersonen und Diskussionen, dass noch mehr folgen werden. Das bereitet einem wirklich Kopfzerbrechen. Wie stellt man das Team neu auf?", äußerte er mit Blick auf seinen früheren Arbeitgeber eine große Sorge.
Mehr dazu:
Alles in allem sei dieser Niedergang von Red Bull "ziemlich traurig", urteilte Handkammer. "Wenn ich der Red-Bull-CEO wäre, würde ich ins Nachdenken kommen."
Sollte Schmitz tatsächlich einen Abschied anstreben, würde Red Bull eine weitere langjährige Mitarbeiterin verlieren. Seit 2009 ist die 40-jährige Britin mit an Bord. Zunächst begann sie als einfache Ingenieurin in der Strategieabteilung, mittlerweile ist sie die übergeordnete Strategiechefin, die die Entscheidungen während des Rennens trifft.



